Wäre es nicht schön, Kapital anzulegen und das Geld vermehren zu lassen? Keine zusätzlichen Stunden auf der Arbeit zu verbringen, um mehr Einnahmen zu erzielen? Das ist schon vielen durch den Kopf gegangen. Aus diesem Grund wollen viele Aktionäre hohe Dividenden erzielen. Was Dividenden sind und wie du diese versteuerst, erfährst du hier.

 

Was sind Dividenden?

Damit du verstehst, was Dividenden sind, solltest du zunächst wissen, dass es einen Unterschied zwischen Fremdkapitalfinanzierung und Eigenkapitalfinanzierung gibt. Bei einer Fremdkapitalfinanzierung hast du als Investor eine Gläubigerstellung und erhältst meistens in Form von Zinsen deine Cashflows. Bei einer Eigenkapitalfinanzierung hast du eine Eigentümerstellung und wirst am Gewinn beteiligt. Es besteht allerdings keine Rückzahlungspflicht. Somit ist eine Beteiligung an Aktiengesellschaften eine Eigenkapitalfinanzierung.

Damit ist die Dividende eine Gewinnausschüttung, die du bei einer Beteiligung an einer Aktiengesellschaft erhältst. Hierfür musst du keine Wertpapiere verkaufen. Du solltest allerdings wissen, dass ein Unternehmen nicht unbedingt ihren kompletten Gewinn an Aktionäre ausschütten. Der erzielte Gewinn kann auch für die Zukunft des Unternehmens verwendet werden. Meistens schüttet ein Unternehmen einen Teil des Gewinns an die Aktionäre aus und behält einen anderen Teil, um das Unternehmen voranzutreiben.

 

Kannst du Dividenden erhalten?

Grundsätzlich bestimmt der Aktienkurs die Höhe deiner Dividenden. Das bedeutet, dass wenn der Aktienkurs sinkt, sinkt auch die Dividende. Du kannst allerdings auch zwischen unterschiedlichen Aktien unterscheiden.

Einmal im Jahr veranstalten Aktiengesellschaften ihre Hauptversammlungen. Im Anschluss daran werden die Dividenden und damit der Cashflow ausgezahlt. Wann die Hauptversammlung veranstaltet wird, ist unterschiedlich. Solltest du dir überlegt haben, in anderen Ländern dich an Unternehmen zu beteiligen, kann die Gewinnausschüttung zu anderen Zeitpunkten stattfinden und eventuell sogar kürzer getaktet sein.

 

Wie musst du deine Dividende versteuern?

Wie du bereits weißt, gibt es sieben unterschiedliche Einkunftsarten. Du kannst Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Einkünfte aus Gewerbebetrieb und Einkünfte aus selbständiger Arbeit erzielen. Diese Einkünfte nennt man auch Gewinneinkünfte. Zu den Überschusseinkunftsarten zählen dann die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, Einkünfte aus Kapitalvermögen sowie Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung und die sonstigen Einkünfte.

Du fragst dich bestimmt nun, zu welcher Einkunftsart Dividenden gehören. Dividenden sind Einkünfte aus Kapitalvermögen und somit Überschusseinkünfte. Demzufolge sind Dividenden steuerpflichtig. Auf deine Dividenden werden dann Abgeltungssteuer sowie gegebenenfalls der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer fällig. Diese Abgaben sind sogenannte Quellensteuern, da hier die Steuer gleich von deiner Depotbank noch vor der Ausschüttung einbehalten wird. Die Abgeltungssteuer beträgt 25 Prozent.

 

Gibt es einen Freibetrag, den du nutzen kannst?

Du hast die Möglichkeit, vom sogenannten Sparerpauschbetrag zu profitieren. Dieser liegt derzeit bei 801 EUR für Singles und bei 1.602 EUR für Ehepaare und bleibt steuerfrei. Du solltest allerdings beachten, dass du hierfür einen Freistellungsauftrag benötigst und dieser Freibetrag alle Kapitaleinkünfte umfasst. Solltest du beispielsweise ebenfalls Sparzinsen erhalten, so werden diese ebenfalls mitgezählt.

 

Dividenden

 

Zeit und Nerven sparen: Lass Deine Steuer von Experten machen!

Jetzt Steuererklärung beauftragen!

 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden