Als „Goodwill/Good will“ oder auch als „Geschäftswert“ bzw. „Firmenwert“ werden die immateriellen Vermögensposten in einem Unternehmen bezeichnet.

Als Geschäftswert gilt der Mehrwert, der den Substanzwert abzüglich der Schulden übersteigt. Der Goodwill stimmt also dem Betrag gleich, den ein/e Käufer*in unter Beachtung zukünftiger Ertragserwartungen über den Wert aller materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände, nach dem alle Schulden abgezogen wurden, bereit ist zu zahlen.

 

Wie wird Firmenwert gebildet?

Als den Geschäftswert bildende Faktoren gelten:

  • Die Fähigkeit und Fertigkeit des Personals
  • Die Einkaufs- und Absatzorganisation
  • Der Bekanntheitsgrad und der Ruf eines Unternehmens
  • Die Lage eines Geschäftes bzw. eines Unternehmens

 

 

Goodwill

 

Arten von Goodwill

Du kannst zwischen zwei Arten des Goodwills unterscheiden:

  • Originärer Firmenwert: Darunter wird jener Firmenwert verstanden, welcher vom Unternehmen selbst geschaffen worden ist. Es werden in diesem Fall eine Höherbewertung sowie immaterielle Vermögenswerte des Unternehmens ins Spiel gebracht.
  • Derivativer Firmenwert: Diese Form liegt dann vor, wenn er im Zuge eines Unternehmenskaufs wirklich käuflich erworben worden ist. Ein käuflicher Erwerb liegt unter anderem auch dann vor, wenn er im Bezug mit einer Sacheinlage eines Unternehmens eingebracht wird.

 

Goodwill und Badwill

Der Goodwill wird als ein positiver Geschäftswert angesehen. Der Badwill hingegen als ein negativer Geschäftswert. Mit anderen Worten ist der Badwill ein negativer Differenzbetrag zwischen Kaufpreis eines Unternehmens und der Differenz aus Vermögen und Schulden dieses Unternehmens.

Badwill wird manchmal auch „Lucky buy“ oder „bargain purchase“ genannt, da der Kaufpreis niedriger als das zu aktuellen Marktpreisen bewertet Reinvermögen des Unternehmens ist.

 

Aktivierungsfähigkeit

Der Goodwill kann von dir handels- oder steuerrechtlich erst dann aktiviert werden, wenn er im Rahmen eines Unternehmenskaufs erworben wurde. Es muss also ein derivativer Goodwill vorliegen.

Steuerrechtlich muss der käuflich erworbene Goodwill von dir aktiviert werden. Der Wert, den du zu aktivieren hast, ergibt sich nach dem Anschaffungspreisprinzip aus dem Kaufpreis des geschäftlichen Betriebes. Die Formel lautet: Kaufpreis (gegebenenfalls erhöht um die übertragenen Schulden) abzüglich Erwerbspreise der einzelnen Vermögensteile (Substanzwerte). Der von dir aktivierte Goodwill kann dann steuerwirksam abgeschrieben werden.

 

 

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