Viele Arbeitnehmer*innen und Selbstständige verzichten bewusst auf Weiterbildungen, weil sie zu oftmals sehr teuer sind. Dass der finanzielle Aspekt aber überhaupt kein Grund dafür sein muss, erklären wir in unserer kurzen Übersicht zum Thema „berufliche Weiterbildung steuerlich absetzen“.

 

Was kostet eine Weiterbildung?

Die berufliche Fortbildung ist in der Regel sehr teuer und reicht von einigen hundert bis zu mehreren tausend Euro. Nicht jeder kann und will es sich leisten. Weiterbildung ist wichtig, um:

 

Weiterbildung steuerlich absetzen?

Wenn du weder einen Bildungsgutschein noch eine andere Fördermöglichkeit beanspruchen darfst, kannst du die Weiterbildung ganz einfach selbst steuerlich absetzen. Die Kosten werden dann von der Summe der zu leistenden Steuerschuld abgezogen und mindern diese entsprechend.

 

Wie Unternehmen und Selbstständige die Weiterbildung steuerlich absetzen?

Unternehmen mit Schulungskosten für Mitarbeiter können diese einfach als Betriebsausgaben ausweisen. Hinweis: Nur die Teilnahmegebühren selbst werden zu 100 % anerkannt. Für sonstige Kosten, beispielsweise für An- und Abreisekosten zum Schulungsort müssen gegebenenfalls Abstriche gemacht werden, da hier gesetzliche Pauschalen greifen, die die tatsächlichen Kosten nicht immer decken. Einer der zahlreichen Gründe, warum Unternehmen vermehrt auf ortsunabhängige digitale Weiterbildungen setzen sollten. Diese Regelungen gelten übrigens ebenso für beruflich Selbständige, ob Gewerbetreibende oder Freiberufler, und ermöglichen diesen Gruppen, ihre Ausgaben für Bildungsmaßnahmen steuerlich geltend zu machen.

 

Wie Arbeitnehmer*innen eine Weiterbildung steuerlich absetzen?

Als Arbeitnehmer*in gehst du den Weg über die Steuererklärung. Dazu benötigst du die Anlage N deiner Einkommenssteuererklärung. Hier wird in Zeile 44 unter dem Punkt „Werbungskosten: Fortbildungskosten“ eingetragen, welche Kosten du für deine berufliche Ausbildung bzw. Weiterbildung aufbringen musst. Möglicherweise geleistete Zuschüsse vom Arbeitgeber*in werden abgezogen. Und das war es auch schon! Die Kosten werden schließlich von deiner Steuerlast abgezogen. Belege musst du nicht beilegen, solltest du aber für Rückfragen und mögliche Überprüfungen vorliegen haben.

 

Was kann ich absetzen?

Sofern deine berufliche Fortbildung, dein Lehrgang, Kurs oder Seminar die im Berufsbildungsgesetz im § 1 festgeschriebene Bedingung erfüllt und dir ermöglicht deine „berufliche Handlungsfähigkeit zu erhalten oder zu erweitern“, kannst du hierzu nahezu alles absetzen. Konkret also:

  • Teilnahmegebühren Fortbildung
  • Prüfungsgebühren
  • Fahrtkosten
  • nötige technische Ausstattung für die Ausbildung
  • Verpflegung

Es gibt keine Obergrenze und auch digitale Weiterbildungen dürfen in vollem Umfang abgesetzt werden. Nutze also deine Möglichkeit und investiere in deinen eigenen Erfolg.

 

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Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Se8L6fUY1b8