Manchmal hast du bestimmt Stress und vergisst wegen so vielen Terminen und Arbeit vollkommen die Zeit. Irgendwann fällt dir dann auf, dass du Fristen versäumt hast, wie zum Beispiel die Steuererklärung rechtzeitig abzugeben. Dann stellst du dir die Frage: „Was jetzt? Was kostet mich das? Welche Konsequenzen kommen auf mich zu?“. Keine Sorge, die Antworten auf diese Fragen geben wir dir hier.

 

Was ist der Verspätungszuschlag?

Der Verspätungszuschlag ist eine Strafe für all diejenigen, die ihre Steuererklärung nicht fristgerecht abgeben. Das bedeutet, dass wenn du die Abgabefrist nicht eingehalten hast und deine Steuererklärung zu spät einreichst, ein Zuschlag zu zahlen ist. Diesen Zuschlag musst du neben den Steuern zusätzlich zahlen. Wenn du aber deine Steuererklärung immer fristgerecht abgibst oder machen lässt, brauchst du dir keine Sorgen machen, dass du einen Verspätungszuschlag bekommst.

 

Wer muss mit einem Verspätungszuschlag rechnen?

Jetzt stellt sich die Frage, wer bei einer Verspätung auch einen Verspätungszuschlag zahlen muss. Wenn du eine Steuererklärung schreiben musst und eine Abgabefrist hast, kann bei einer verspäteten Abgabe deiner Steuererklärung ein Verspätungszuschlag auf dich zu kommen. Wenn du eine freiwillige Steuererklärung schreibst, hast du prinzipiell eine Abgabefrist von 4 Jahren. Da du allerdings nicht verpflichtet bist, in diesem Fall eine Steuererklärung abzugeben, können solche Strafen nicht auf dich zukommen. Hier würdest du nach einer verspäteten Abgabe keine Steuererstattungen mehr bekommen.

 

Wie hoch ist die Strafe bei einer verspäteten Steuererklärung?

Vor dem Jahr 2019 konnten Finanzbeamt*innen selbst entscheiden, ob sie einen Verspätungszuschlag verlangen und auch wie hoch dieser sein soll. Seit 2019 gelten allerdings andere Regelungen. Wenn du jetzt deine Steuererklärung zu spät abgibst, können dich höhere Strafen erwarten. 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer werden vom Finanzamt pro Monat verlangt, wenn du die Frist nicht einhältst. Ein angefangener Monat wird als ein Monat gerechnet. Wenn du also deine Steuer beispielsweise eine Woche zu spät abgibst, wird dir für den gesamten Monat 0,25 Prozent deiner festgesetzten Steuer berechnet. Der Verspätungszuschlag beträgt allerdings mindestens 25 EUR pro Monat. Insgesamt darf der Verspätungszuschlag nicht höher als 25.000 EUR sein.

 

Wann musst du Verspätungszuschläge zahlen?

Jede*r Steuerzahler*in hat eine Abgabefrist für die Steuererklärung. Seit 2019 gilt die Regel, dass du einen Verspätungszuschlag zahlen musst, wenn du deine Steuererklärung nicht innerhalb der 14 Monate nach Ablauf des Besteuerungsjahres abgegeben hast. Bei einer Abgabe innerhalb dieser Zeit aber trotzdem verspätet, gilt die „Kann- Festsetzung“. Hier liegt es im Ermessen des Finanzamts, ob du einen Verspätungszuschlag zahlen musst.

 

Wie kannst du einen Verspätungszuschlag vermeiden?

Grundsätzlich kann kein Verspätungszuschlag auf dich zu kommen, wenn du deine Steuererklärung fristgerecht abgibst. Wenn das allerdings für dich nicht möglich ist, kannst du auch eine Fristverlängerung beantragen. Hier ist es aber wichtig, dass du diese Fristverlängerung rechtzeitig beantragst und auch einen erheblichen Grund nennen kannst. Das Arbeitsvolumen und der damit verbundene Stress zählt nicht als hinreichender Grund. Ein passender Grund ist beispielsweise ein Umzug oder längere Krankenverläufe. Du musst allerdings trotzdem wissen, dass das Finanzamt diesen Antrag nicht grundsätzlich gewähren muss. Bei regelmäßiger Unpünktlichkeit verwehrt das Finanzamt den Antrag des Öfteren.

 

Verspätungszuschlag

 

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