Jeden Tag hast du entweder indirekt oder direkt mit Steuern zu tun. Ob du deine Einkommensteuererklärung machen lässt oder in einem Supermarkt Mehrwertsteuern zahlen musst. Selbst wenn du etwas aus dem Ausland bestellst, musst du Zoll bezahlen. Zoll gehört zu den Verkehrssteuern, aber die Frage ist, was die Verkehrsteuer ist.

 

Was ist die Verkehrsteuer?

Die Verkehrsteuer ist eine Steuer, die auf Grundlage einer Güterübertragung anfällt. Das heißt, wenn du etwas verkaufst oder kaufst und eine Ware übergibst oder bekommst. Die Güterübertragung nennt man auch Leistungsaustausch. Hierfür ist die Beteiligung an einem Rechts- und Wirtschaftsverkehr sehr entscheidend. Steuerlich wird diese Übertragung erfasst.

Irrelevant ist, ob eine solche Übertragung zu einem Erfolg beziehungsweise einem Gewinn geführt hat.

Die Verkehrsteuer richtet sich nach dem Steuergegenstand oder dem Steuerobjekt und nicht nach dem Empfänger. Damit gehört sie zu den indirekten Steuern. Im Gegensatz zu den direkten Steuern, trägt bei der Verkehrsteuer eine dritte Person die Steuerlast.

 

Welche Steuern gehören zur Verkehrsteuer?

Allgemein wird bei der Verkehrsteuer zwischen der allgemeinen Verkehrsteuer und der speziellen Verkehrsteuer unterschieden.

Allgemeine Verkehrsteuer:

  • Umsatzsteuer

Spezielle Verkehrsteuer:

  • Kfz-Steuer
  • Grunderwerbsteuer
  • Versicherungssteuer
  • Zoll
  • Rennwett- und Lotteriesteuer
  • Finanztransaktionssteuer
  • Feuerschutzsteuer

 

Was ist der Unterschied zwischen der Besitzsteuer und der Verkehrsteuer?

Während die Verkehrsteuer eine indirekte Steuer ist, gehört die Besitzsteuer zur direkten Steuer. Die bekannteste Besitzsteuer ist die Einkommensteuer. Hier sieht man, dass sich die Besitzsteuer nach dem Empfänger richtet.

Anders als bei der Verkehrsteuer wird die Besitzsteuer nicht aufgrund eines wirtschaftlichen Geschäftsvorfalls erhoben. Somit ist die Besitzsteuer an einen Ertrag, dem Einkommen oder Vermögen geknüpft.  Jeder Mensch ist von der Besitzsteuer prinzipiell betroffen, auch wenn du eine Ware verkaufst oder gekauft hast. Nur wenn du aktiv am Wirtschaftsleben teilnimmst, fallen Verkehrssteuern an.

 

Was ist der Unterschied zwischen der Verbrauchsteuer und der Verkehrsteuer?

Genau wie die Verkehrsteuer ist die Verbrauchsteuer eine indirekte Steuer. Das heißt, dass auch hier die Steuer erhoben wird, wenn ein wirtschaftlicher Geschäftsvorfall stattgefunden hat. Anders als bei der Verkehrsteuer ist dieser Geschäftsvorfall allerdings der Verbrauch oder Gebrauch von Waren. Die bekanntesten Verbrauchsteuern sind Energie-, Strom- und Kaffeesteuer. Für die Verbrauchsteuer ist der Wertschöpfungsvorgang entscheidend. Das bedeutet, dass der tatsächliche Verbrauch wichtig ist.

 

Verkehrsteuer

 

Verkehrsteuer – Beispiel

Nehmen wir an, du kaufst in einem Supermarkt ein. Wir wissen bereits, dass die Mehrwertsteuer eine indirekte Steuer ist und damit die Steuerschuld auf eine Dritte Person übertragen wird. Das heißt, dass die Mehrwertsteuer bereits im Kaufpreis der Produkte enthalten ist.

Allerdings fällt die Umsatzsteuer nur an, wenn du auch einen Kaufvertrag eingehst und die Ware oder zumindest das Eigentumsrecht auf dich übertragen wird. Ohne Kaufvertrag würdest du die Mehrwertsteuer nicht zahlen. Somit fällt die Verkehrsteuer nur an, wenn dieser Geschäftsvorfall eines Kaufs auch eingetreten ist.

 

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