Wer ein Ehrenamt ausübt, kann einen gewissen Betrag als Aufwandsentschädigung steuerfrei dazuverdienen. Doch was gibt es eigentlich dabei zu beachten?

 

Profitiere von der Übungsleiterpauschale

Wenn Du Dich nebenberuflich als Übungsleiter sozial engagierst, kannst Du von einer steuerlichen Vergünstigung für Einnahmen aus dieser Tätigkeit profitieren. Die Übungsleiterpauschale stellt nämlich einen festgelegten Betrag steuer- und sozialversicherungsfrei. Bis Ende 2020 betrug die Pauschale 2.400 EUR pro Jahr, ab 2021 steigt sie auf 3.000 EUR. Allerdings gibt es ein paar Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, um davon Gebrauch machen zu können.

Grundbedingung ist, dass der Übungsleiter eine der folgenden Tätigkeiten ehrenamtlich ausübt:

  • Trainer in einem Sportverein
  • künstlerischer Leiter bestimmter Tätigkeiten (z. B. Chorleiter)
  • Ausbildungsleiter
  • Ausbilder
  • Erzieher
  • Betreuer
  • Pflege von hilfebedürftigen Personen

 

Was gibt es bei der Übungsleiterpauschale zu beachten?

Ein Ehrenamt, in diesem Fall das des Übungsleiters, sollte sich vom eigentlichen Hauptberuf grundlegend unterscheiden. Die Übungsleiterpauschale kann auch dann in Anspruch genommen werden, wenn keinem Hauptberuf nachgegangen wird. So können also auch Rentner, Studierende und Co. von der Pauschale profitieren.

Die Übungsleiterpauschale ist nicht nur steuerfrei, sondern auch sozialabgabenfrei. Wer über den Betrag hinaus verdient, muss die Summe versteuern, die über den Grenzwert hinausgeht.

Wenn der oben genannte Betrag der Pauschale überschritten wird, muss das Einkommen jenseits der Pauschale versteuert werden. Falls eine Person mehrere Übungsleiter-Tätigkeiten ausübt, werden die Einkommen addiert. Die Pauschale erhöht sich dadurch nicht.

Ein Übungsleiter kann zum Beispiel bei zwei Vereinen eine Pauschale erhalten. Es wäre denkbar, dass ein Trainer beispielsweise bei Verein A 1.400 EUR und bei Verein B 1.600 EUR pro Kalenderjahr erhält.

 

Welche Voraussetzungen gibt es?

Um die Übungsleiterpauschale geltend machen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden.

So muss die Tätigkeit:

  • eine ausbildende, erzieherische, betreuende, künstlerische oder pflegerische Tätigkeit sein
  • gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienen
  • ehrenamtlich für eine gemeinnützige Organisation oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts sein
  • nebenberuflich erfolgen

 

 

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