Mit diesen Tipps für die Einkommensteuererklärung sparen Sie bares Geld!
Steuertipps von steuermachen.de
Nicht nur für diejenigen Steuerpflichtigen, welche bis Mitte des Jahres 2018 ihre Steuererklärung für das Jahr 2017 verpflichtend abgeben müssen, kann es sich lohnen, die nachfolgenden Tipps zu beherzigen.

Viele Menschen wissen nicht, dass man mit wenig Aufwand auch noch im Dezember Geld sparen, bzw. eine Steuerrückzahlung erreichen kann. Dabei sind diese Tipps einfach umzusetzen und auch keiner rechtlichen Grauzone untergeordnet, sondern vom Gesetzgeber selbst gewollt. Worauf also warten? Eine Einkommensteuererklärung ist im digitalen Zeitalter schneller erledigt, als Sie denken mögen. Alles, was Sie brauchen, ist eine Übersicht über ihre Ausgaben und im Hinblick auf unsere Tipps eine Vorstellung davon, was für Sie dieses Jahr noch in Frage käme.

Unsere Tipps, um für die Steuererklärungen 2017 und 2018 gerüstet zu sein!

Sie planen eine Fortbildung? Melden Sie sich noch bis Ende Dezember 2017 für einen Kurs an und holen Sie sich die gesamten Kosten über eine Steuerrückerstattung zurück.

Der Gesetzgeber kennt die Werbungskostenpauschale. Diese soll mit einem Pauschalbetrag die Kosten abdecken, welche dem Arbeitnehmer zum einen für den Weg zur Arbeit entstehen, aber auch Anschaffungskosten für Sachbücher und allgemeinen Bürobedarf. Zwingend ist stets, dass es einen Kausalzusammenhang zwischen Anschaffung und Arbeitsplatz gibt.

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Meldet man sich nun für einen Fortbildungskurs an, sind 1.000 Euro an Kosten schnell erreicht. Diese Grenze wird vom Finanzamt automatisch berücksichtigt, womit der Grundfreibetrag (2018: 9.000 Euro) faktisch steigt. Daher macht es Sinn, eine solche Investition noch in den verbleibenden anderthalb Monaten des Jahres 2017 vollständig zu bezahlen, um über die Grenze der Werbungskostenpauschale zu kommen. Dann können Sie sich 2018 über eine Steuerrückerstattung freuen.

Fragen Sie ihren Chef, ob eine Fortbildung Sinn macht und dem Betrieb dienlich sein könnte. Dann werden die Kosten auch vom Arbeitgeber übernommen, da dieser sich die Kosten ebenfalls zurückholen kann. Es entsteht somit eine typische ,,win-win“- Situation.

Übrigens: Sie wollen in den Ruhestand übergehen oder einen neuen Arbeitsplatz annehmen? Auch die Kosten für eine Abschiedsfeier lassen sich von der Steuer absetzen, da diese ebenfalls als Werbungskosten anerkannt werden.

Kinderreiche Familien sollten Freibeträge eintragen lassen. Hintergrund ist, dass eine steuerpflichtige Person faktisch den Grundfreibetrag erhöht und somit weniger Steuern zahlen muss. Der Vorteil liegt auf der Hand- man muss nicht Monate auf eine Steuerrückerstattung warten, sondern zahlt von Anfang an weniger Steuern. Der Gesetzgeber hat diese Freibeträge initiiert, um auch Anreize zu schaffen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Es wäre fatal, würde man diese Chance nicht nutzen und auf bares Geld verzichten.

Es gibt nicht nur den Kinderfreibetrag, sondern eine ganze Reihe an Freibeträgen, welche das Steuerverfahren vereinfachen und auch aus sozialen Gründen eingeführt wurden. Dazu zählen der Altersentlastungsbetrag, der Alleinerziehendenentlastungsbetrag oder der Behindertenpauschbetrag. Um einen Freibetrag zu bekommen, muss man beim Finanzamt eine Lohnsteuerermäßigung einreichen.

Kümmern Sie sich um die Versorgung im Alter. Dazu kann es sinnvoll sein, eine Riester- oder Betriebsrente abzuschließen. Tun Sie dies noch bis Ende 2017, können Sie von Steuererleichterungen profitieren, da diese Produkte vom Staat subventioniert werden.  Auch bei einem Vertragsschluss Ende dieses Jahres können Sie von der vollen Förderung Gebrauch machen.

Der Gesetzgeber kennt das Instrument der Verlustbescheinigung. Sollten Sie bei ihren Wertpapieren einen Verlust im Verkauf festgestellt haben, können Sie diesen steuerrechtlich geltend machen. Dadurch können Sie Gewinne, die Sie etwa bei einer anderen Bank erzielt haben, mit den Verlusten verrechnen. Hierbei ist unbedingt zu berücksichtigen, dass Sie eine Verlustbescheinigung bis zum 15.12 eines Jahres bei Ihrer Bank einreichen müssen.

Die Steuerlast senken können Sie zudem, wenn Sie im Jahre 2017 einen bestimmten Betrag gespendet haben. Diese Spende können Sie steuerlich geltend machen. Ein Anreiz, öfters etwas Gutes zu tun!

Wer kurz vor dem Start in das Berufsleben steht und gerade sein Studium absolviert hat, kann seine Semestergebühren, Kosten für Lehrbücher und anderweitiges Lehrmaterial von der Steuer absetzen. In diesem Fall merkt sich das Finanzamt die angefallenen Kosten im Rahmen eines Verlustvortrages und verrechnet diese, sobald das erste Mal Steuern gezahlt werden müssen. Praktisch: man lernt den Umgang mit einer Steuererklärung und kann kaum was falsch machen!

Neben Werbungskosten können Sie auch Sonderausgaben geltend machen. Dazu zählen die Kosten für die Kinderbetreuung (Tagesmütter, Kindergarten). Zu beachten ist, dass dies nur bei Kindern unter 14 Jahren gilt.

Eine Investition, um frisch in das neue Jahr zu starten, kann eine Renovierung der Wohnung oder des Eigenheims sein. Übersteigen diese Arbeiten nicht die Kostengrenze von 6.000 Euro, ist für Sie ein Steuernachlass von 20% möglich. Auch dies kann in einer Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden.

Zum Schluss darf auch die Liebe nicht aus dem Blickwinkel genommen werden. Wer eine Hochzeit plant und noch 2017 eine Eheschließung zumindest vor dem Standesamt beantragt, gilt vor dem Gesetzgeber als das ganze Jahr über verheiratet und genießt somit die steuerrechtlichen Vorteile einer Ehe.

Nach alledem lässt sich festhalten, dass eine Einkommensteuererklärung nicht als lästiges Übel, sondern als Chance angesehen werden sollte, Geld zu sparen. Mit einem Gespür für die wichtigen Themen, welche hier vorgestellt wurden, werden Sie sich 2018 über eine Steuerrückerstattung freuen dürfen

Die Abgabe der Steuererklärung lohnt in jedem Fall!

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