Ist deine Einkommensteuererklärung erstellt und eingereicht worden, dauert es in der Regel nur wenige Wochen, bis die Rückerstattung auf deinem Konto landet. Doch wie genau läuft das eigentlich ab und was ist darüber hinaus noch relevant?

 

Steuererklärung einreichen und Rückzahlung erhalten?

Nachdem deine Steuererklärung beim Finanzamt eingegangen ist, dauert es unterschiedlich lange, bis diese bearbeitet wird. Leider gibt es dazu keine pauschale Antwort. Sind jedoch bereits drei Monate vergangen, kannst Du nachfragen, wie der Bearbeitungsstand ist und wann Du mit dem Steuerbescheid rechnen kannst. Sind bereits sechs Monate vergangen, ohne dass du einen Steuerbescheid erhalten hast, kann die Bearbeitung angemahnt werden.

In der Regel beträgt die Wartezeit auf den Steuerbescheid drei bis zwölf Wochen. Solange der Steuerbescheid nicht erstellt wurde, gibt es auch keine Steuerrückerstattung.

 

Was passiert nach dem Steuerbescheid?

Mitunter kommt es vor, dass die Steuererstattung bereits auf deinem Konto gelandet ist, obwohl der Steuerbescheid noch bei der Post liegt. In der Regel wird der Bescheid aber zeitgleich mit der Überweisung verschickt. Das bedeutet, dass das Geld natürlich nicht in bar ausgezahlt wird, sondern immer direkt aufs angegebene Konto des/der Empfänger*in. Die Überweisung erfolgt demzufolge immer automatisch.

Hinweis: Anders sieht es aus, wenn eine Nachzahlung von dir verlangt wird. Dann gibt der Steuerbescheid darüber Auskunft, bis wann und auf welches Konto die Forderung überwiesen werden muss.

 

Für wen lohnt sich eine Steuererklärung?

Eigentlich für jeden. Viele Arbeitnehmer haben allein schon hohe Fahrtkosten, die meistens schon eine Rückzahlung garantieren. Wer zum Beispiel noch einen doppelten Haushalt führt, kann zusätzlich zu den Fahrtkosten noch Aufwendungen für die Zweitwohnung steuerlich absetzen. Das umfasst beispielsweise Ausgaben für Miete und Einrichtung. Auch Kosten für einen berufsbedingten Umzug können in der Steuererklärung angegeben werden.

Allgemein gehören zu den Werbungskosten sämtliche Posten, die berufsbedingt sind und was der Arbeitgeber nicht bezahlt, von Fachliteratur über Fortbildungen bis hin zur Bewerbungskosten. Auch Ehe-Partner, die eine auf sich abgestimmte Steuerklassen-Kombination gewählt haben, können in der Regel von einer Rückzahlung profitieren. In der Steuerklasse II können Alleinerziehende den Entlastungsbetrag in Anspruch nehmen. Ein Steuerklassen-Wechsel ist in diesem Fall anzuraten. Wenn Kapitalanleger versäumt haben, einen Freistellungsauftrag für die Abgeltungsteuer einzurichten, kann diese womöglich noch zurückgeholt werden. Das ist dann möglich, wenn das Einkommen unter dem Grundfreibetrag oder allgemein der persönliche Steuersatz unter 25 Prozent lag.

 

 

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