Im Alltag wird das Wort Gewinn sehr frei genutzt. Von Überschuss, Gewinn und Einnahmen ist oft die Rede, aber jedes dieser Worte hat eine eigene Bedeutung. Auch steuerlich kannst du diese Begriffe sehr gut unterscheiden. Was Gewinne tatsächlich bedeuten und wie du sie steuerlich behandelst, erklären wir dir hier.

 

Was ist ein Gewinn?

Im Sprachgebrauch wird Gewinn oft genutzt. So erklärst du eine*n gute*n Mitarbeiter gerne zum Gewinn für das Unternehmen. Auch eine gute Ausbildung bringt dir einen Gewinn für den Lebenslauf. Doch diese Gewinne musst du nicht zwangsläufig versteuern. Wenn du in der Wirtschaft und in der Steuerlehre von einem Gewinn sprichst, ist meistens der Überschuss von Erträgen über Aufwendungen des Unternehmens gemeint. Ist der Überschuss negativ, so wird von einem Verlust gesprochen.

 

Was ist der Unterschied zwischen Gewinn und Überschuss?

Das mag zwar alles logisch sein, aber warum wird in der Steuerlehre zwischen einem Gewinn und einem Überschuss unterschieden? Prinzipiell gibt es sieben Einkommensarten. Diese Einkommensarten werden allerdings in zwei Gruppen aufgeteilt. Zum einen gibt es die Überschusseinkunftsarten und zum anderen die Gewinneinkunftsarten.

Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Einkünfte aus Gewerbebetrieb und Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit werden zu den Gewinneinkunftsarten zugeordnet. Solltest du demnach Einkünfte dieser Art erzielen, so musst du deinen Gewinn ermitteln. Somit kannst du deinen Gewinn durch eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) sowie durch die Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln. Hier wird von einer Gewinnerzielungsabsicht ausgegangen. Manchmal kannst du zur Erstellung einer Bilanz verpflichtet sein. In diesem Fall werden deine Gewinne in deiner Bilanz dargestellt.

Zu den Überschusseinkunftsarten werden Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit sowie Einkünfte aus Kapitalvermögen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung und sonstige Einkünfte zugeteilt. Hier wird dein Überschuss in der Regel errechnet, indem du lediglich deine Werbungskosten von deinen Einnahmen abziehst. Es wird davon ausgegangen, dass du Einkünfte erzielen möchtest.

 

Wofür musst du deine Gewinne ermitteln?

Wenn du Gewinne erzielst, bist du in der Regel dazu verpflichtet, Steuern zu zahlen. Wie hoch deine zu zahlende Steuer ist, hängt von deinem Gewinn ab. Somit musst du deine Gewinne in deine Steuererklärung aufnehmen. Für dich ist eine Gewinnermittlung allerdings auch wichtig, um deine Finanzen im Überblick zu haben. Somit kannst du die Entwicklung deiner Finanzen verfolgen und erkennst negative Schwankungen.

 

Wie ermittelst du deine Gewinne anhand der Gewinn- und Verlustrechnung?

Wenn du buchführungspflichtig bist, so musst du eine Bilanz erstellen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist ein Bestandteil der Bilanz. Grundsätzlich ist erst eine Inventur notwendig. Dein aktueller Bestand muss demnach zunächst aufgenommen werden. Somit werden vom Unternehmen sowohl die Schulden als auch das Vermögen betrachtet. Auf dem Aktivkonto deiner Bilanz werden dann deine Warenzugänge verbucht, während auf dem Passivkonto dein Geldverlust verbucht wird. Somit werden alle deine Erträge und Aufwendungen aufgeführt und anschließend ein Saldo ermittelt.

Der Gewinn entsteht dann durch den Vergleich deiner Eröffnungsbilanz und deiner Schlussbilanz.

 

Wie ermittelst du deine Gewinne durch die Einnahme- und Überschussrechnung?

Die Einnahme- und Überschussrechnung ist bei Steuerzahler*innen durchaus beliebt, da es eine einfache Gewinnermittlung ist. Hierbei musst du nur deinen Betriebsausgaben von deinen Einnahmen abziehen, um den Gewinn beziehungsweise den Verlust zu erhalten.

 

Gewinn

 

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