Die Frage, die sich jede*r Steuerzahler*in stellt, ist, wie hoch die zu zahlende Steuer ist. Pauschal lässt sich das allerdings nicht sagen, denn es kommt sowohl auf dein zu versteuerndes Einkommen als auch auf den sogenannten Einkommensteuertarif an. Wie du das also berechnen kannst, zeigen wir dir hier.

 

Was ist der Einkommensteuertarif?

Der Einkommensteuertarif gibt an, wie viel Steuern du zahlen musst. Dabei ist der Tarif eine Berechnungsvorschrift für die Einkommensteuer. Das bedeutet, dass deine Einkommensteuer vom Einkommensteuertarif abhängt. Allgemein gibt es unterschiedliche Steuertarifverläufe. Der typische Einkommensteuertarif ist allerdings ein progressiver Steuertarif. Das heißt für dich, dass wenn dein zu versteuerndes Einkommen steigt, auch dein Steuersatz erhöht wird. Diese Regelungen werden auch im Paragrafen 32 a des Einkommensteuergesetzes näher erläutert.

Du kennst bestimmt den typischen Verlauf des Einkommensteuertarifs. So weißt du, dass es einen Grundfreibetrag gibt, der steuerfrei ist und auch bleibt. Wenn also dein zu versteuerndes Einkommen unter 9.744 EUR (2021) liegt, so musst du keine Steuern zahlen. Liegst du allerdings über diesem Betrag, so musst du die Differenz mit dem entsprechenden Steuersatz versteuern.

Der Eingangssteuersatz liegt derzeit bei 14 Prozent. Wenn dein zu versteuerndes Einkommen ansteigt, so steigt auch der Steuersatz bis 42 Prozent an. Diese 42 Prozent sind derzeit der Spitzensteuersatz. Egal wie hoch dein zu versteuerndes Einkommen sein mag, du kannst also keinen höheren Steuersatz haben als den Spitzensteuersatz.

 

Wie berechnest du dein zu versteuerndes Einkommen?

Um genau zu erfahren, wie viel Steuern du zahlen musst, ist die Berechnung deines zu versteuernden Einkommens wichtig. Zunächst berechnest du die Summe deiner Einkünfte. Hierfür addierst du alle deine Einkünfte zusammen. Anschließend werden gegebenenfalls Freibeträge von der Summe deiner Einkünfte abgezogen, um den Gesamtbetrag deiner Einkünfte zu erhalten. Zu diesen Freibeträgen zählen:

  • Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende
  • Der Altersentlastungsbetrag

Um dein Einkommen zu berechnen, müssen nun gegebenenfalls gewisse Beträge abgezogen werden.

  • Sonderausgaben
  • Außergewöhnliche Belastungen
  • Verlustabzug

Beim letzten Schritt verringert sich dein bereits berechnete Einkommen wieder durch bestimmte Beträge, um das zu versteuernde Einkommen zu erhalten.

  • Härteausgleich für Nebeneinkünfte
  • Kinderfreibetrag

Das entstandene Ergebnis ist dann das zu versteuernde Einkommen, anhand dessen du deine zu zahlenden Steuer ermitteln kannst. Der Einkommensteuertarif entscheidet dann, wie dein Steuersatz aussieht.

 

Welche Tarifzonen gibt es?

Insgesamt gibt es 5 Tarifzonen.

Die erste Tarifzone wird auch Nullzone genannt, denn in dieser Zone wird keine Einkommensteuer fällig. Die Grenze liegt hier beim Grundfreibetrag von derzeit 9.744 EUR.

Der Bereich von einem zu versteuernden Einkommen von 9.744 EUR bis 14.754 EUR ist die zweite Tarifzone und wird auch Progressionszone genannt. In diesem Bereich steigt der Grenzsteuersatz sehr schnell vom Eingangssteuersatz von 14 Prozent an.

Die dritte Tarifzone kennzeichnet sich dadurch aus, dass hier der Grenzsteuersatz etwas langsamer ansteigt, bis er bei 42 Prozent angelangt ist. Dieser Bereich liegt zwischen einem zu versteuernden Einkommen von 14.754 EUR und 57.918 EUR und wird auch 2. Progressionszone genannt.

Die darauffolgende Tarifzone vier liegt dann zwischen einem zu versteuernden Einkommen von 57.918 EUR und 274.613 EUR. Hier bleibt der Einkommensteuersatz dauerhaft bei 42 Prozent. Das bedeutet, dass das der Bereich des Spitzensteuersatzes ist.

Die letzte Tarifzone wird auch 2. Proportionalzone genannt. Das nennt man auch Reichensteuer. Somit gilt für dich ein Steuersatz von 45 Prozent ab einem zu versteuernden Einkommen von 274.613 EUR.

 

Einkommensteuertarif

 

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