Jeder kennt das. Du nimmst dir an Neujahr vor, dass du nichts mehr auf den letzten Drücker machst, sondern rechtzeitig fertig wirst. Aber natürlich fängst du damit erst am nächsten Tag an oder dem danach. Am Ende hast du dann doch Stress, denn aus ein paar Tagen werden Wochen, die Fristen rücken näher und der Druck steigt. Bei manchen Fristen kannst du es dir vielleicht erlauben diese zu verpassen, aber bei der Abgabefrist der Steuererklärung kann das teuer werden. Es ist schwierig, den Überblick über Veränderungen der Regelungen zu behalten. Aber keine Sorge, dabei helfen wir dir.

 

Wie lange hast du Zeit für die Steuererklärung 2020?

Du hast bestimmt noch den letzten Maitag im Kopf, wenn du daran denkst, wann du deine Steuererklärung abgeben musst. Diese Regelung hat sich allerdings 2019 verändert. Jetzt hast du 2 Monate länger Zeit, deine Steuererklärung abzugeben. Vielleicht hattest du aber auch einen anderen Termin im Kopf. Wenn du deine Steuererklärung in die Hände von Expert*innen gibst, also beispielsweise einem*r Steuerberater*in, ist die Abgabefrist auf das Ende des Jahres gelegt worden. Auch diese Regelung hat sich 2019 verändert. Jetzt kannst du bis Ende Februar deine Steuererklärung abgeben.

 

Was passiert, wenn die Abgabefrist auf einen Tag am Wochenende fällt?

Es kommt schon mal vor, dass eine Frist auf das Wochenende fällt. Natürlich muss dein*e vertraute*r Steuerexpert*in nicht an einem Sonntag die Steuererklärung abgeben. Die Abgabefrist ist in diesem Fall auf den folgenden Montag nach der typischen Abgabefrist festgesetzt.

 

Was wurde durch Corona geändert?

Alles wurde im Jahr 2020 auf den Kopf gestellt. Durch die Anträge für Überbrückungshilfen wurde es für viele Steuerberater*innen unmöglich alle Steuererklärungen gleichzeitig fertigzustellen. Aus diesem Grund hat die große Koalition entschieden, die Frist zu verschieben. Jetzt darfst du deine Steuererklärung durch Steuerexpert*innen bis spätestens 31. August 2021 abgeben.

 

Ist eine Fristverlängerung die Lösung?

Wenn es eine Möglichkeit gibt, länger Zeit zu haben, nutzen wir alle diesen Ausweg gerne. Früher war es üblich durch einen Anruf die Frist zu verschieben. Dadurch wurde es stückweise zur Normalität. Das soll jetzt geändert werden. Die Fristverlängerung sollte ausnahmsweise gestattet werden, wenn das Einreichen der Steuererklärung nicht möglich ist. Doch wann ist es nicht möglich? Als Begründung für eine Fristverlängerung zählen beispielsweise Krankenhausaufenthalte sowie Umzug und längere Krankheitsverläufe sowie Dienstreisen. Du musst einen schriftlichen Antrag stellen, um eine Fristverlängerung zu erhalten. Dieser Antrag muss vor dem Ablauf der Frist gestellt werden. Wenn das Finanzamt diesen Antrag bewilligt, kannst du in der Regel eine Fristverlängerung von 4 Monaten erhalten.

 

Was passiert, wenn du die Steuererklärung zu spät abgibst?

Damit du die Abgabefrist ernst nimmst, wurden gewisse Konsequenzen entwickelt, wenn man die Steuererklärung nicht rechtzeitig abgibt. Bis 2019 war der Ermessensspielraum noch sehr groß. Finanzbeamt*innen durften entscheiden, wie hoch die Verspätungszuschläge ausfallen und ob es welche gibt. Diesen Verspätungszuschlag musst du neben deinen Steuern zahlen. Er fällt nicht an, wenn du deine Steuererklärung rechtzeitig abgibst. Wenn du deine Steuererklärung innerhalb von 14 Monaten nach dem Ablauf des Steuerjahres abgibst, aber nicht bis zum Stichtag der Frist, kann das Finanzamt auch einen Verspätungszuschlag verlangen. Wenn du deine Steuererklärung nach den 14 Monaten abgibst, muss das Finanzamt einen Verspätungszuschlag verlangen. Ebenfalls neu ist die gesetzliche Höhe des Verspätungszuschlag. Der gesetzliche Verspätungszuschlag beträgt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer. Der Mindestbetrag liegt aber bei 25 EUR pro angefangenen Monat. Es können auch weitere Folgen wie Zwangsgeld, Steuerschätzungen und Verspätungszinsen anfallen.

 

Steuererklärung Abgabefrist 2020

Wie sieht es bei einer freiwilligen Steuererklärung aus?

Nicht jeder ist verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben. Hier hättest du vier Jahre Zeit deine Steuererklärung abzugeben. Wenn du deine freiwillige Steuererklärung also nicht nach 4 Jahren abgegeben hast, kannst du auch keine Steuererstattungen erwarten.

 

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