Das sind die neuesten Steueränderungen für 2021. Als Steuerzahler*in hast du den Vorteil, ab Januar 2021 erheblich weniger Steuern zahlen zu müssen, als im Jahr 2020. Im Folgenden, wollen wir dich informieren!

 

Soli Abschaffung: profitiere ich davon?

Wenn dein Einkommen zwischen 5.000 und 8.000 EUR Monatsgehalt liegt, wirst du von der Soli-Änderung ab dem 1.januar 2021 am stärksten profitieren. Wenn du als Alleinstehende*r jährlich bis zu 16.956 EUR Einkommenssteuer zahlst (Ehepaare: 33.912 EUR), wirst du ab nächstem Jahr komplett davon befreit. Dies betrifft dich, wenn du der Gehaltsgruppe bis knapp unter 74.000 EUR Jahresbrutto pro Person angehörst. Darüber wird aber nicht der volle Solidaritätszuschlag fällig: Bis knapp 110.000 EUR Bruttoverdienst gibt es eine Milderungszone, in dieser steigt der “Soli” von 3,5 Prozent stufenweise an.

Der volle Satz von 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag wird dir erst beim Überschreiten dieser Grenze berechnet. Erhoben wird der Zuschlag jeweils auf deine fällige Einkommenssteuer.

Wie du siehst profitieren die höheren Einkommensklassen von der “Soli”-Änderung nicht, ebenso wenig die Klassen mit einem geringeren Einkommen. Grund: Falls du zu diesen Einkommensklassen gehörst, zahlst du bislang noch keinen Solidaritätszuschlag. Das gilt etwa für Ledige oder kinderlose Ehepaare bis zu einem monatlichen Gehalt von etwa 1.600 EUR brutto oder für Alleinerziehende (1 Kind) und Paare mit zwei Kindern bis ca. 2.400 EUR monatlicher Bruttoverdienst.

 

Bleibt mehr von deinem Jahreseinkommen steuerfrei?

Mehr Steuerersparnis für dich bringt auch der höhere Grundfreibetrag. Das ist der Betrag, der von deinem Einkommen steuerfrei bleiben muss.

Nach dem aktuellsten Stand beträgt dein Grundfreibetrag 9.744 EUR (2022: 9.984 EUR). Also 336 EUR mehr für dich als im Jahr 2020. Falls du verheiratet bist, bleibt doppelt so viel vom Einkommen steuerfrei, also 19.488 EUR.

 

Bekommen Eltern mehr Kindergeld?

Falls du ein Kind hast und Kindergeld erhältst, profitierst du nach den aktuellen Änderungen vom höheren Kindergeld oder den höheren Kinderfreibeträgen.  Das Kindergeld steigt ab Januar 2021:

  • für das erste und zweite Kind auf 219 EUR,
  • für das dritte Kund auf 225 EUR
  • ab dem vierten Kind auf 250 EUR.

Höher fallen auch die Kinderfreibeträge aus, die du nach der Steuererklärung erhalten hast. Jeder Elternteil erhält 2730 Kinderfreibetraf plus 1.464 EUR Betreuungsfreibetrag je Kind. Für dich als Mutter oder Vater des Kindes, sind das insgesamt 8.388 EUR, also 567 EUR mehr als im Jahr 2020.

 

Mehr Sozialabgaben bei besserem Verdienst?

Wie viel bleibt dir vom Bruttogehalt netto übrig? Das hängt von deinen steuerlichen Freibeträgen zur Sozialversicherung ab. Dein Zusatzbeitrag in die Krankenversicherung beträgt 2021 im Schnitt 1,3 Prozent statt 1,1 Prozent. Gestiegen sind zudem die monatlichen Bemessungsgrenzen, bis zu denen deine Beiträge fällig werden:

  • In der Krankenversicherung um 150 EUR auf 4.837 EUR
  • In der Arbeitslosen- und Rentenversicherung um 200 EUR auf 7100 EUR (West), um 250 EUR auf 6700 EUR (Ost).

 

Werden mehr Beiträge zur Altersvorsorge anerkannt?

Falls du gesetzlich rentenversichert bist, kannst du 2021 mehr Beiträge absetzen.

Deine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, berufsständischen Versorgungseinrichtungen, landwirtschaftlichen Altersklassen und Rürup-Renten zählen inklusive Arbeitgeberbeitrag insgesamt bis zu 25.787 EUR im Jahr. Von diesem Höchstbeitrag wirken sich 92 Prozent steuermindernd aus, also maximal 23.724 EUR.

Bist du Arbeitnehmer*in, über 50 Jahre und kannst bis zum Beginn einer Frührente auf 35 Versicherungsjahre kommen? Ist dies der Fall, so kannst du deine gesetzliche Rente aufbessern, indem du zusätzlich in die Rentenkasse einzahlst, und dabei steuern sparst.

 

Steigt die Pendlerpauschale an?

Falls du regelmäßig 21 Kilometer oder mehr zu deiner Arbeitsstätte fährst, so kannst du ab 2021 bis Ende 2026 mehr absetzen – egal, ob du mit dem Rad, Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu deiner Arbeit kommst. Beträgt dein Arbeitsweg allerdings nur bis zu 20 Kilometer, steigt die Pendlerpauschale nicht an.

Hinweis: Deine Entfernungspauschale steigt ab dem 21. Kilometer um 5 Cent auf 35 Cent. Ab Januar 2024 erhöht sie sich um weitere 3 Cent auf 38 Cent. Für den 1. bis 20. Entfernungs­kilometer gibt es für dich wie bisher 30 Cent.

 

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