Um der Erbschaftssteuer zu entgehen, schenken viele Menschen ihren Angehörigen bereits zu Lebzeiten eine größere Summe Bargeld oder eine Immobilie. Allerdings gilt es dabei die Schenkungssteuer im Auge zu behalten, denn: Du musst grundsätzlich Steuern entrichten, wenn du einen größeren Wert ohne Gegenleistung erhältst. In vielen Fällen kannst du die Schenkungssteuer jedoch ganz legal umgehen. Lese hier, was du dabei beachten musst.

 

Schenkungssteuer und Erbschaftssteuer: Wo liegt der Unterschied?

Als Schenkung wird gemäß § 516 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) eine unentgeltliche Zuwendung unter Lebenden verstanden. Überträgt dir jemand also zu Lebzeiten einen Teil seines/ihres Vermögens, gilt das als Schenkung. Mit dieser Definition unterscheidet sich die Schenkung grundlegend von der Erbschaft, bei der es sich um die Übertragung des Vermögens oder Besitzes eines Toten an einen Lebenden handelt.

Obwohl das faktisch nicht dasselbe ist, werden Schenkungen und Erbschaften hinsichtlich der Steuerbelastung gleichbehandelt. Das bedeutet, dass beide Steuern gleich hoch sind. Sie sind im Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) geregelt.

 

Wie hoch ist die Schenkungssteuer?

Je nach Steuerklasse und verschenktem Betrag liegt der Schenkungssteuersatz zwischen 7 und 50 Prozent. Es richtet sich nach dem Verwandtschaftsgrad zwischen der schenkenden und der beschenkten Person. Verwandte und Begünstigte werden bei Schenkungen außerdem in insgesamt 3 Steuerklassen eingeteilt. Die Steuerklassen ergeben sich ebenfalls aus dem Verwandtschaftsverhältnis zwischen beiden Parteien. Dabei gilt: Je näher die Verwandtschaft, desto geringer der Steuersatz.

 

Schenkungssteuer-Freibetrag: So verschenkst du steuerfrei?

Allerdings kannst du bei Schenkungen auf Freibeträge zurückgreifen, deren Höhe sich ebenfalls nach dem familiären Verhältnis zwischen Begünstigtem und Verschenkendem richtet. Eine steuerfreie Schenkung ist in diesem Fall möglich. Die Schenkungssteuer greift erst, wenn Beträge verschenkt werden, die die Freibeträge übersteigen.

 

Profitiere vom Freibetrag

Dank hoher Freibeträge lässt sich die Schenkungs- bzw. Erbschaftssteuer weitgehend vermeiden. Dies vor allem deshalb, da du als Steuerpflichtige*r deinen persönlichen Freibetrag alle 10 Jahre in Anspruch nehmen kannst. Wie viel steuerfrei verschenkt werden kann, hängt vom Verwandtschaftsgrad zwischen beiden Parteien ab. Hast du die gesetzlich festgelegten Freibeträge überschritten, kommen die Schenkungssteuersätze zum Tragen. Besteuert wird dann die Summe, die den Freibetrag übersteigt – und nicht der ganze verschenkte Vermögenswert.

 

 

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