Ob Steuern fällig werden, hängt davon ab, welcher Nebentätigkeit du nachgehst und wie viel du dabei verdienst. Nebeneinkünfte stammen meist aus einem Zweitjob, einer selbständigen Tätigkeit, aus Vermietung und Verpachtung beweglicher Gegenstände, privaten Veräußerungsgeschäften oder ehrenamtlichen Tätigkeiten. Für die unterschiedlichen Einkünfte gelten unterschiedliche Regeln:

 

Nebenjob und Steuern – Was musst du wissen?

Wenn du einen Minijob ausübst und durchschnittlich nicht mehr als 450 EUR im Monat oder 5.400 EUR im Jahr dazuverdienst, führt dein Arbeitgeber in aller Regel eine Pauschalsteuer ab. Du selbst musst den Minijob dann in deiner Steuererklärung nicht mehr berücksichtigen.

Falls dein Arbeitgeber die pauschale Lohnsteuererhebung nicht anwendet, erhältst du eine Lohnsteuerbescheinigung und musst dich selbst um die Versteuerung kümmern. Das machst du wie bei deinen Haupteinkünften und trägst die Werte in die Anlage N ein. Wenn dein Nebenjob ein Zweitjob ist, führt dein Arbeitgeber hierfür ganz normal Lohnsteuer ab.

 

Allerdings mit einem Unterschied: einer der beiden Jobs wird nach der ungünstigen Lohnsteuerklasse 6 abgerechnet, egal welche Lohnsteuerklasse du sonst hast. In diesem Fall lohnt es sich immer, eine Steuererklärung abzugeben, da hier oft eine Chance auf Rückerstattung besteht.

 

Nebeneinkünfte aus selbständiger Tätigkeit – Welche steuerlichen Regelungen sind zu beachten?

Wenn du im Hauptberuf abhängig beschäftigt bis, darfst du nebenbei freiberuflich oder gewerblich Einkünfte bis zu 410 EUR pro Jahr erzielen, ohne dass Steuern fällig werden. Unter Einkünften wird dabei der Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten verstanden. Wird diese Freigrenze überschritten, musst du bei einer freiberuflichen Tätigkeit die Anlage S ausfüllen und bei gewerblichen Einkünften die Anlage G. Du bist dann auch verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben.

 

Vermittlungsgeschäfte, Vermietung und Verpachtung beweglicher Gegenstände – Steuern zahlen?

Wenn du gelegentlich dein Auto, deinen Wohnwagen oder deine mobile Diskothek vermietest, handelt es sich dabei grundsätzlich um steuerpflichtige Aktivitäten. Allerdings bleiben deine erzielten Einkünfte steuerfrei, wenn sie weniger als 256 EUR pro Jahr betragen.

Das gleiche gilt auch, wenn dir gelegentlich Provisionen aus Vermittlungsgeschäften, zum Beispiel beim Abschluss eines Versicherungsvertrags oder beim Verkauf einer Immobilie zufließen. Da die Freigrenze von 256 EUR schnell überschritten ist, musst du bei diesen Nebeneinkünften fast immer Steuern zahlen. In der Steuererklärung trägst du diese Einkünfte in der Anlage SO (sonstige Einkünfte) ein.

Wenn deine Werbungskosten ausnahmsweise einmal höher sind als deine Einnahmen, ist ein Verlustvor– oder Rücktrag nur innerhalb derselben Einkunftsart möglich. Du kannst also Verluste, die du bei der Vermietung deines Wohnwagens erzielst, nicht mit den Gewinnen verrechnen, die deine Ferienwohnung abwirft.

 

Private Verkäufe versteuern?

Ein privates Veräußerungsgeschäft liegt vor, wenn du Immobilien oder andere Vermögensgegenstände innerhalb einer bestimmten Frist nach dem Erwerb wieder verkaufst. Machst du dabei Gewinn sind diese Einkünfte grundsätzlich zu versteuern. Bei nicht selbst genutzten Immobilien beträgt die Frist zehn Jahre. Bei anderen Wertgegenständen wie Edelmetall, Schmuck, Kunstobjekten, Devisen, Münzen und Kryptowährungen wie Bitcoin beträgt die Wartefrist ein Jahr.

Von diesen Ausnahmen einmal abgesehen, musst du die Gewinne, die aus diesen privaten Veräußerungsgeschäften resultieren, versteuern, sofern sie einen Betrag von 600 EUR im Jahr übersteigen. Bei diesen Gewinnen handelt es sich um „sonstige Einkünfte“, die also auch in der Anlage SO zu deklarieren sind. Einen Verlust kannst du nur mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen.

 

 

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