Wann gelte ich als nebenberuflich selbstständig?

Wenn du einen festen Arbeitgeber hast, der dir regelmäßig ein Gehalt bezahlt, du aber nebenbei noch zusätzliche Einkünfte aus einer selbstständigen Tätigkeit hast, bist du offiziell nebenberuflich selbstständig. Um deine nebenberuflichen Verdienste abzurechnen, benötigst du eine Steuernummer. Diese erhältst du, nachdem du ein Gewerbe angemeldet hast und dich offiziell bei deinem Finanzamt als selbstständig gemeldet hast. Dafür musst du lediglich den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen.

 

Nebenberuflich selbstständig – Was kannst du von der Steuer absetzen?

Auch in der Teilselbständigkeit, kannst du bereits allerhand Kosten von der Steuer absetzen, vorausgesetzt, dass sie für die Ausübung deiner freiberuflichen Tätigkeit notwendig sind. Wichtig ist hierbei, dass du die Belege für diese Anschaffungen sorgfältig aufbewahrst, damit du dem Finanzamt Nachweise für deine Angaben liefern kannst.

 

Kosten für deinen Arbeitsplatz

Viele Freiberufler*innen arbeiten von Zuhause. Wenn du dafür ein extra eingerichtetes Arbeitszimmer hast, kannst du die anteiligen Miet,- Strom- und Wasserkosten dafür von der Steuer absetzen. Da du aber nicht deine ganze Arbeitszeit an diesem Ort, sondern primär in den Räumlichkeiten deines Hauptberufs verbringen wirst, können nebenberuflich Selbstständige*r pro Jahr nur anteilig 1.250 EUR für ihr Arbeitszimmer absetzen. Falls du dich für deine nebenberufliche Tätigkeit in einem Gemeinschaftsbüro eingemietet hast oder sogar eigene Büroräume dafür pachtest, kannst du diese Kosten ebenfalls von der Steuer absetzen.

 

  • Kosten für Arbeitsmittel:  Sei es der Laptop, Kopfhörer oder auch Druckpapier oder Briefmarken – sofern du Arbeitsmittel zu 90 Prozent deiner Zeit für die Arbeit verwendest, kannst du die Kosten dafür von der Steuer absetzen. Mit Kosten für dein Handy ist es da schon etwas komplizierter, denn hier musst du konkret nachweisen, dass du es primär für deine berufliche Tätigkeit nutzt. Deswegen kann es sinnvoll sein, dir ein Arbeitshandy anzuschaffen, das du ausschließlich für deine nebenberufliche Tätigkeit verwendest. In diesem Fall kannst du zusätzlich auch die Rechnung für mobiles Internet und Telefonate von der Steuer absetzen.
  • Fahrtkosten: Wenn du für deine nebenberufliche Tätigkeit viel durch die Gegend fahren musst, kannst du die dabei entstehenden Fahrtkosten ebenfalls steuerlich geltend machen. Dabei gilt entweder eine Pauschale von 0,30 EUR pro gefahrenen Kilometer oder du hebst die jeweiligen Rechnungen für Fahrkarten auf und rechnest die so entstandenen Beträge ab.
  • Kosten für Geschäftsessen: Um Bewirtungskosten abzurechnen, brauchst du jedoch einen gesonderten Bewirtungsbeleg. Auf diesem musst du den Ort, den Grund und die Teilnehmer des Essens vermerken. Frag beim Bezahlen einfach nach einem Bewirtungsbeleg, dann bekommst du den Vordruck, auf dem du nur noch die entsprechenden Details eintragen musst.
  • Kosten für Fortbildungen: Schließlich kannst du auch Kosten für Seminare oder Fortbildungen von der Steuer absetzen, sofern diese Schulungen für die Ausübung deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit relevant waren.

 

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