Medikamente können Leben retten, aber auch viel Geld kosten: Medikamente. Viele Steuerzahler*innen fragen sich deshalb am Jahresende: Sind die Ausgaben für Medikamente steuerlich absetzbar?

Die Antwort ist: Ja, grundsätzlich kannst du Medikamente absetzen. Es gelten aber einige Voraussetzungen. In der Regel müssen die Medikamente von einem Arzt oder Heilpraktiker verschrieben werden. Die Ausgaben für die Medikamente müssen mit Belegen nachgewiesen werden, wenn das Finanzamt einen Nachweis von dir verlangt.

Außerdem musst du die Kosten bis zu einer bestimmten Summe selbst bezahlen. Die Höhe dieser Summe hängt von deinem Familienstand und Einkommen ab.

 

Kannst du Medikamente ohne Rezept von der Steuer absetzen?

 

Es ist notwendig, dass ein Arzt oder Heilpraktiker die Medikamente verordnet hat oder ein Attest ausstellt, dass sie medizinisch notwendig sind. Diese Belege sollten aufbewahrt werden. Falls vor dem Kauf ein entsprechendes Attest vorliegt, muss die Arznei aber nicht verschreibungspflichtig sein. Falls dein Attest erst nach dem Kauf ausgestellt wird, könnte sich das Finanzamt weigern, die Kosten anzuerkennen. Falls du ein Medikament aber regelmäßig kaufen musst, braucht der Arzt nicht vor jedem einzelnen Kauf erneut die Notwendigkeit des Medikaments bescheinigen. Grundsätzlich sind also auch Kopfschmerztabletten, Nasenspray, Hustensaft und ähnliches absetzbar.

Medikamente sind aber nur ein Teil der Krankheitskosten. In der Steuererklärung werden die Ausgaben für Arznei mit anderen Krankheitskosten zusammengerechnet.

 

In der Regel können Ausgaben für folgende Dinge abgesetzt werden:

 

  • Medikamente, die vom Arzt oder Heilpraktiker verschrieben wurden,
  • Krankenhausaufenthalte – zum Beispiel die Zuzahlung bei einem stationären Aufenthalt,
  • Behandlungen,
  • Therapien,
  • Krankengymnastik und Physiotherapie,
  • Akupunktur,
  • Osteopathie,
  • Logopädie,
  • Zahnersatz,
  • professionelle Zahnreinigung,
  • medizinische Fußpflege,
  • medizinische Massagen,
  • orthopädische Einlagen oder orthopädische Schuhe,
  • krankheits- oder pflegebedingte Heimaufenthalte,
  • medizinisch notwendige Kuraufenthalte,
  • Fahrten zu Ärzten,
  • Brillen und in der Regel auch Kontaktlinsen, falls medizinisch notwendig,
  • Augen-Laser-Operation,
  • Hörgeräte,
  • Gehhilfen,
  • Prothesen,
  • Rollstühle.

 

Wichtig ist dein Nachweis für die medizinische Notwendigkeit. Dieser sollte rechtzeitig vor dem Kauf besorgt werden.

Bitte beachte: Es können nur die Kosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden, die nicht von der Krankenkasse oder einer Versicherung erstattet werden.

 

Wo musst du Medikamente bei der Steuererklärung eintragen?

Die außergewöhnlichen Belastungen haben bei der Steuererklärung eine eigene Anlage. In der Anlage außergewöhnliche Belastungen müssen die Krankheitskosten in der Zeile 13 eingetragen werden. Eine Papier-Steuererklärung kann aber viel Zeit kosten und für Frust sorgen.

 

Du hast deine Belege verloren?

Bei Quittungen für Medikamente kommt es immer wieder vor, dass du diese vergisst oder dir verloren gehen. Bei verlorenen Rechnungen kann ein Eigenbeleg die Lösung sein. Es sollte aber die Ausnahme sein. Beachte, dass das Finanzamt deinen Eigenbeleg auch ablehnen kann.

 

 

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