Was musst du über deine Lohnsteuerbescheinigung wissen?

Als Arbeitnehmer oder Beamter erhältst Du monatlich eine Abrechnung über Dein Gehalt bzw. Deine Bezüge. Sie enthält Angaben über Deinen steuerpflichtigen Arbeitslohn, Deinen Lohnsteuerabzug, Solidaritätszuschlag und eventuelle Kirchensteuer. Arbeitnehmern werden noch Beiträge zur Sozialversicherung abgezogen. Diese Daten werden jährlich für das gesamte Kalenderjahr in der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung zusammengefasst.

Nach Ablauf des Kalenderjahres (spätestens bis zum letzten Tag des Monats Februar des folgenden Jahres) muss Dein Arbeitgeber laut § 93c Absatz 1 der Abgabenordnung (AO) nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz Deine elektronische Lohnsteuerbescheinigung der zuständigen Finanzbehörde – dem Betriebsstättenfinanzamt – übermittelt haben. Zur Authentifizierung benötigt er ein Zertifikat, das er im ElsterOnline-Portal beantragt. Zeitgleich muss er Dir den Ausdruck Deiner Lohnsteuerbescheinigung zur Verfügung stellen.

 

Hinweis: Endet Dein Beschäftigungsverhältnis innerhalb des Jahres, erhältst Du Deine Lohnsteuerbescheinigung dementsprechend früher. Wenn Du im Laufe des Jahres bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt warst, bekommst Du eine Lohnsteuerbescheinigung für jedes Arbeitsverhältnis.

 

Das Bundesfinanzministerium gibt jährlich in seinen BMF-Schreiben die Vorgaben und Muster bekannt, nach denen Deine Lohndaten an das Finanzamt übermittelt werden. Die meisten Arbeitgeber nutzen diese amtlichen Vordrucke für:

  • Deine Lohnsteuer-Anmeldung (Dein Arbeitgeber muss Deine fällig gewordene Lohnsteuer beim Finanzamt anmelden und bis zum 10. des Folgemonats abführen)
  • Übermittlung und Ausdruck Deiner elektronischen Lohnsteuerbescheinigung (Jahresabschluss Deines Lohnkontos)
  • die Besondere Lohnsteuerbescheinigung ohne maschinelle Lohnabrechnung (für Arbeitgeber, die in ihrem Privathaushalt Arbeitnehmer im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung anstellen)

 

Wozu brauche ich die Lohnsteuerbescheinigung?

Deine Lohnsteuerbescheinigung ist ein wichtiges Steuerdokument und Deine Bescheinigung darüber, wieviel Lohnsteuer Du im vergangenen Kalenderjahr tatsächlich gezahlt hast. Sie ist die Grundlage für Deine Einkommensteuererklärung. Dein Arbeitgeber haftet für den korrekten Lohnsteuerabzug und für die korrekte Bescheinigung und Übermittlung Deiner Lohndaten an die Finanzverwaltung.

Wenn Du Dich für eine elektronische Abgabe Deiner Steuererklärung entscheidest und z.B. das komfortable Steuer-Tool von wundertax nutzt, nimmst Du einfach Deine Lohnsteuerbescheinigung zur Hand und überträgst die Daten in die entsprechenden Felder.

Erledigst Du Deine Steuererklärung klassisch mit den Papier-Steuerformularen, musst Du die Lohnsteuerbescheinigung nicht zusammen mit Deiner Steuererklärung einreichen. Denn dem Finanzamt liegen diese Daten durch die Übermittlung Deines Arbeitgebers bereits als sogenannte eDaten vor. Seit 2019 verzichten die Finanzverwaltungen auch darauf, dass Du die Daten aus Deiner Lohnsteuerbescheinigung in die Anlage N Deiner Steuererklärung überträgst. Du kannst Dich in der Anlage N also ganz auf Deine abziehbaren Werbungskosten konzentrieren, z.B. Deine Aufwendungen für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte, Arbeitsmittel, doppelte Haushaltsführung und Home-Office-Tage. Deine Sozialversicherungsbeiträge trägst Du in der Anlage Vorsorgeaufwand ein. Sie gehören zu den Sonderausgaben und mindern Dein zu versteuerndes Einkommen.

 

 

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