Bausparvertrag? Was kannst du darunter verstehen und was hat das Ganze mit deiner Steuererklärung zu tun? Wir wollen dich informieren.

 

Was ist ein Bausparvertrag?

Ein Bausparvertrag ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen einem Anleger, in diesem Falle Sparer und der jeweiligen Bausparkasse. Folglich bist du als Anleger fortan ein Bausparer. Dabei wird dein Vermögen in Form von Eigenkapital bzw. zum Zweck der Aufbringung von Eigenkapital angespart. Von deinem Ersparten soll zu gegebener Zeit die Finanzierung deines eigenen Eigenheims ermöglicht werden.

Als Bausparer profitierst du zudem von staatlichen Wohnungsbauprämien. Des Weiteren kannst du ebenfalls von vermögenswirksamen Leistungen profitieren. Ein Bausparvertrag beinhaltet eine festgelegte Summe, einen festgesetzten Prozentsatz sowie eine Mindestgrenze, bis zu der du dein Vermögen ansparen musst. Der fehlende Restbetrag für die Immobilie kannst du dann in Form eines Bauspardarlehens in Anspruch nehmen. Dabei handelt es sich um einen zinsvergünstigten Kredit, der dir als Bausparer zusteht, sofern er die vertraglich vereinbarten Konditionen erfüllt hat.

 

Welchen Vorteil bietet dir ein Bausparvertrag?

Grundsätzlich profitierst du als Bausparer von zinsgünstigen Krediten, von vermögenswirksamen Leistungen, von einer Wohnungsbauprämie und zu guter Letzt noch von einer Arbeitnehmersparzulage. Somit setzt sich deine angesparte Summe aus mehreren Komponenten zusammen.

Bitte beachte, dass die Mindestsparzeit bei solchen Verträgen meistens zwischen 12 und 80 Monaten liegt. Der Zeitraum dafür bezieht sich auf den Abschlusstermin und den frühesten Zuteilungstermin. Mitunter gibt es beim Zuteilungsdatum aber noch einige Kriterien, die du zu beachten hast, da die Bedingungen individuell ausgestaltet sein können.

Bausparvertrag: Wie funktioniert es?

Als Bausparer kannst du frei entscheiden, ob du deinen Beitrag monatlich, vierteljährlich oder jährlich entrichten möchten. Den Zahlungsrhythmus musst du mit deiner jeweiligen Bausparkasse absprechen. Wird über einen längeren Zeitraum der zu entrichtende Beitrag nicht von dir gezahlt, kann das Kreditinstitut den bestehenden Vertrag mit dir aufkündigen. Im Zusammenhang mit Bausparverträgen fällt immer der Begriff der Bewertungszahl. Diese setzt sich aus diversen Kriterien zusammen. Zu den Kriterien gehören:

  • Sparbeiträge
  • Zinsen
  • Laufzeit
  • Saldierung

 

Sind Bausparbeiträge steuerlich absetzbar?

Was du vielleicht nicht weißt ist, dass du Einzahlungen auf deinen Bausparvertrag von der Steuer absetzen kannst. Dabei muss es sich aber um einen sogenannten Riester-Bausparvertrag handeln. Als Bausparer musst du demzufolge riesterförderberechtigt sein.

Dieser Riester-Bausparvertrag (auch Wohn-Riester-Vertrag) unterstützt dich beim Erwerb von Wohneigentum und kommt einer Altersvorsorge gleich. Beiträge werden in der Steuererklärung als Sonderausgaben festgehalten. Verwendet wird dafür die Anlage AV (Altersvorsorge). Bis zu 2.100 EUR pro Kalenderjahr kannst du als Sonderausgaben in der Einkommensteuererklärung ansetzen.

 

 

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