Eine Haftpflichtversicherung ist eine Schadensversicherung. Also bedeutet die Haftpflicht zunächst einmal allgemein die Verpflichtung zum Schadensersatz aus einer unerlaubten Handlung in Form von Unterlassen oder aktivem Tun.

 

Kannst du die Haftpflichtversicherung von der Steuer absetzen?

Ja, du kannst deine private Haftpflichtversicherung von der Steuer absetzen. Generell kannst du fast alle Ausgaben für Versicherungen, die der persönlichen Absicherung dienen geltend machen. Das sind sogenannte Vorsorgeaufwendungen.

 

Welche Beiträge sind abzugsfähig?

  • Familien- oder Privathaftpflichtversicherung
  • Jagd-, Hunde-, Öltank- oder Bootshaftpflichtversicherung
  • Kfz-Haftpflichtversicherung
  • Haushaltsversicherung, allerdings nur mit dem Haftpflichtversicherungsanteil

 

Was müsstest du beachten?

Die Voraussetzungen für die Absetzung einer Haftpflichtversicherung ist, dass du steuerpflichtige Einnahmen erzielst. Außerdem gibt es noch absetzbare Höchstbeträge, bei denen zunächst die Beiträge für deine Kranken- und Pflegeversicherung einbezogen werden.

Es gibt eine Höchstgrenze für Angestellte, Beamt*innen, Pensionäre und Rentner*innen: Nur die Beiträge bis zu einem Höchstbetrag von 1.900 EUR sind generell absetzbar.

Die Höchstgrenze für Selbstständige ist etwas höher und liegt bei 2.800 EUR pro Steuerjahr. Das liegt daran, dass Selbstständige die Krankenkassenbeiträge vollständig selbst aufbringen.

Auch Ehepaare haben eine eigene Höchstgrenze: Bei den Ehepaaren, die ihr Einkommen gemeinsam veranlagen, gibt es einen gemeinsamen Höchstbetrag. Der Betrag ergibt sich aus der Summe der zustehenden Höchstbeträge jedes Ehepartners.

 

Kfz-Haftpflichtversicherung

Wenn du das Fahrzeug nur für deine privaten Fahrten und/oder für Fahrten zur Arbeit nutzt und diese mit der Entfernungspauschale abrechnen lässt, kannst du diesen in voller Höhe ansetzen.

Nutzt du den Pkw auch zu beruflichen Fahrten, kannst du nur den Teil des Versicherungsbeitrags als sonstige Vorsorgeaufwendungen abziehen. Dieser muss dem Anteil der privaten Nutzung entsprechen.

Sofern du deine beruflichen Fahrten mit der Reisekostenpauschale abrechnest, müsstest du prozentualen Anteil der dienstlichen Fahrten ermitteln. Danach wird der Versicherungsbeitrag um ausgerechneten Prozentsatz gekürzt.

Wenn du aber deine beruflichen Fahrten mit dem tatsächlichen Kilometer-Kostensatz ermittelst, dann wirkt sich dein Versicherungsbeitrag über den Kilometer-Kostensatz grundsätzlich steuermindernd aus.

 

Wann lohnt sich die Haftpflicht bei der Steuer?

Als geringverdienende*r Arbeitnehmer*in oder Rentner*in kannst du häufig von steuerlichen Vorteilen profitieren und die Kosten für deine Haftpflichtversicherung absetzen. In diesem Fall sind deine Sozialversicherungsbeiträge niedriger, also können auch andere Versicherungen mitberücksichtigt werden.

 

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