Ein wichtiger Aspekt für dich als Käufer*in einer Immobilie sind die laufenden Unterhaltskosten der zukünftigen Immobilie. Eine nicht zu unterschätzende Position: die Grundsteuer. Wann musst du als Hausbesitzer*in die Steuer bezahlen? Wie hoch fällt sie für dich als Eigentümer*in aus? Was musst du als Eigentümer*in noch alles darüber wissen? Unser Ratgeber klärt dich auf.

 

Das Wichtigste zur Grundsteuer auf einen Blick:

  • Als Grundstücksbesitzer*in zahlst du eine Grundsteuer – dazu zählt auch deine Eigentumswohnung (und zwar anteilig an der Größe des Grundstücks)
  • Die Grundsteuer ist die zweitwichtigste Einnahmequelle der Kommunen
  • Die Berechnung dieser „Realsteuer“ ist kompliziert und basiert auf dem Grundstückswert und vorhandenen oder neugebauten Gebäuden
  • Aufgrund unterschiedlicher Einheitswerte und Hebesätze variiert die Steuer von Region zu Region deutlich – zwischen durchschnittlich 323 und 771 EUR/Jahr
  • Ab dem 1. Januar 2025 gelten aufgrund der 2019 beschlossenen Grundsteuerreform neue Regelungen zur Grundsteuer

 

Was musst du als Eigentümer über die Grundsteuer wissen?

 

  1. Ändert sich die Höhe der Grundsteuer beim Kauf/Verkauf?

Bei einem Kauf bzw. Verkauf deines Grundstücks und der Immobilie ändert sich lediglich der Name des verantwortlichen Steuerpflichtige*en, nicht jedoch die Steuerhöhe: Dein Objekt hat vom Finanzamt eine eigene, feste Steuernummer zugeordnet bekommen, die nun auf den neuen Eigentümer laut Grundbuch übertragen wird. Du erhältst aber einen eigenen, neuen Bescheid, der über die Gebühren informiert. Sollte allerdings dein Wohneigentum geteilt werden, bekommen die neuen Objekte eigene Steuernummern und entsprechend eigene Gebührenbescheide.

 

  1. Wie findet man den Hebesatz deiner Gemeinde heraus?

Den Hebesatz deiner zuständigen Kommune für die Grundsteuer B findest du in der Gemeindesatzung, diese ist online oder direkt vor Ort einsehbar bei der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung.

 

  1. Kann die Grundsteuer bei Vermietung umgelegt werden?

Ja, das geht: Anteilig zum Umlageschlüssel kannst du die Gebühren als Nebenkosten an den/die Mieter*in weitergeben.

Kleiner Tipp für dich: Planst du beispielsweise ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung oder ein Mehrfamilienhaus, kannst du die Grundfläche der Wohnbereiche als Verteilungsschlüssel ansetzen und einen Teil der Grundsteuer für die vermieteten Wohnungen an deine*n Mieter*in weiterreichen.

 

  1. Kann meine Grundsteuer erhöht werden?

Da die Grundsteuer eine sehr wichtige Einnahmequelle für Städte und Kommunen ist, werden Hebesätze vielerorts regelmäßig angehoben. Eine Erhöhung folgt auch dann, wenn du auf deinem bis dato unbebauten Grundstück ein Eigenheim errichtest oder an deine vorhandene Immobilie angebaut wird, das heißt für dich: wenn der Wert des Grundstücks steigt wird dir das Finanzamt einen neuen Wert für die Grundsteuer festlegen.

 

  1. Wie entrichte ich meine Grundsteuer?

Den Steuerbescheid erhältst du vom zuständigen Finanzamt. Dorthin geht auch deine Zahlung. Der Bescheid ergeht über einen jährlichen Steuerbetrag (vierteljährlich zahlbar) und zwar jeweils zum 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November. Zahlungspflichtig bist du, wenn du zum 1. Januar eines Jahres im Grundbuch als Eigentümer*in gelistet bist. Im Falle eines Verkaufs während des Jahres kannst du im Kaufvertrag festgelegen, in welcher Höhe der/die Käufer*in die Steuerlast der restlichen Monate an dich als Verkäufer entrichten muss.

 

  1. Kann ich mich von der Grundsteuer befreien lassen?

Grundsätzlich müssen bestimmte gemeinnützige Organisationen (Vereine, Kirchen) und öffentliche Einrichtungen deinen Grundbesitz nicht versteuern. Deine privaten Eigentümer können nur unter besonderen Bedingungen von der Zahlung der Grundsteuer ausgenommen werden. Wende dich dazu am besten an die zuständigen Organisationen. Hinweis:  Bedenke, eine Befreiung kommt nicht häufig in Betracht, wenn das Objekt für land- und forstwirtschaftliche oder Wohnzwecke genutzt wird.

 

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