Die Gewerbesteuer ist die wichtigste Einnahmequelle der Gemeinden und gleichzeitig die umstrittenste und meist kritisierte Steuer im deutschen Steuersystem. Kritikpunkte sind beispielsweise die großen regionalen Unterschiede durch verschiedene Hebesätze sowie der Ausschluss verschiedener wertschöpfender Sektoren von der Gewerbesteuer.

 

Wer ist gewerbesteuerpflichtig?

Ab wann musst du die Gewerbesteuer zahlen? Das ist eine berechtigte Frage, denn es müssen nicht zwangsläufig alle Unternehmer und Gewerbetreibende die Gewerbesteuer zahlen. Zum einen sind Freiberufler ausgenommen, die zwar ein Gewerbe betreiben können, aber in einem Angestellten-Verhältnis arbeiten. Ebenso sind Unternehmen, die mit ihrem Jahresgewinn nicht über den Freibetrag von 24.500 EUR kommen, von der Steuerpflicht befreit. Auch Personengesellschaften und Einzelunternehmen haben einen bestimmten Freibetrag, den sie nicht versteuern müssen. Doch darüber hinausgehende Gewinne unterliegen der Gewerbesteuer.

 

Wie wird die Gewerbesteuer berechnet?

Für die Berechnung der jeweiligen Höhe deiner Gewerbesteuer musst du zunächst den Gewinn aus deinem laufenden Gewerbebetrieb ermitteln. Korrekturen an diesem Gewinn erfolgen mittels Kürzungen und Hinzurechnungen. Als Ergebnis bleibt dann der Gewerbeertrag stehen, von dem du im nächsten Schritt den Freibetrag abziehen musst. Dieses Ergebnis multiplizierst du mit der Steuermesszahl, die bei 3,5 Prozent liegt, und errechnest dann den Steuermessbetrag. Das neue Ergebnis, multiplizierst du wiederum mit einem Hebesatz, dessen Höhe sich von Gemeinde zu Gemeinde stark unterscheiden kann. Das Ergebnis der Multiplikation mit dem Hebesatz ergibt dann die genaue und finale Höhe der Gewerbesteuer.

 

Wie wird die Gewerbesteuer abgeführt?

Das Finanzamt weiß durch deine Gewerbeanmeldung bereits über dein erwartendes Einkommen Bescheid und schickt dir dann ein Schreiben über die Höhe der Gewerbesteuer. In diesem Gewerbesteuermessbescheid beschreibt das Finanzamt auch genau, wie es die Gewerbesteuer berechnet und welchen Betrag du nun zahlen musst. Die Überweisung des Betrags geschieht im Voraus, sodass du die Gewerbesteuervorauszahlungen quartalsweise am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und am 15. November tätigen musst.

Die Berechnung der Gewerbesteuer ist nicht ganz einfach und von vielen Parametern abhängig. Trotzdem kannst du bereits im Voraus versuchen, einen möglichst hohen Gewerbesteuerbetrag zu vermeiden. Informiere dich im Voraus darüber, wo die Hebesätze niedrig sind oder achte auch darauf, dass du freiberufliche Tätigkeiten strikt von gewerblichen trennst. Denn wenn du weißt, welche einzelnen Punkte die Steuer in die Höhe schießen lassen, kannst du im Vorfeld darauf achten, diese Fallen zu umgehen.

 

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