Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung oder auch GmbH ist eine der häufigsten Gesellschaftsformen, die du im Alltag wahrnehmen kannst. Grundsätzlich denkst du bestimmt, dass du das wichtigste über die GmbH weißt, aber es gibt vieles, was du noch wissen kannst.

 

Was ist eine GmbH?

GmbH steht für Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die GmbH ist also eine Rechtsform für juristische Personen des Privatrechts. Das bedeutet, dass sie eine Rechtsform für Unternehmen ist. Generell wird sie angewendet, wenn man die Haftung beschränken möchte. Durch die Eintragung im Handelsregister ist die GmbH eine Handelsgesellschaft und unterliegt somit dem Handelsrecht.

 

Wie funktioniert die GmbH?

Für eine GmbH bedarf es zunächst eine*n Geschäftsführer*in. Diese*r Geschäftsführer*in muss sowohl eine natürliche Person sein als auch unbeschränkt geschäftsfähig und ist somit die Vertretung der Gesellschaft. Prinzipiell ist es irrelevant, ob der/die Geschäftsführer*in auch Gründer*in der GmbH ist oder nicht. Die GmbH ist sowohl steuerpflichtig als auch ein Vertragspartner bei der Schließung von Verträgen. Das ist dadurch begründet, dass die GmbH in Form einer juristischen Person als Kaufmann agiert. Somit ist deine GmbH rechtsfähig und trägt sowohl Rechte als auch Pflichten.

 

Wie kannst du eine GmbH gründen?

Für eine Gründung einer GmbH ist zunächst mindestens eine Person nötig, insgesamt muss ein Mindeststammkapital von 25.000 EUR vorhanden sein. Dieses Mindeststammkapital kann auch aus betriebsnotwendigen Gegenständen wie Maschinen bestehen. Dann kannst du von einer Sachgründung sprechen. Die Hälfte dieses Mindeststammkapitals muss allerdings unverzüglich eingezahlt werden. Hierfür ist es auch wichtig, dass jede*r Gesellschafter*in zum Zeitpunkt der Eintragung ins Handelsregister mindestens 25% der endgültigen Stammeinlage geleistet hat. Der notwendige Gesellschaftsvertrag muss von einem*r Notar*in beurkundet werden.

 

Welche Organe gibt es bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung?

Zunächst ist ein*e Geschäftsführer*in notwendig. Außerdem muss eine Gesellschaftsversammlung vorhanden sein. Bei einer GmbH, die nur aus dem/der Geschäftsführer*in besteht, würde die Gesellschaftsversammlung auch nur aus dem/der Geschäftsführer*in bestehen. Wenn bei der GmbH allerdings mehr als 500 Arbeitnehmer*innen arbeiten, ist ein Aufsichtsrat zusätzlich notwendig.

 

Wer haftet für die GmbH?

Jede GmbH hat Gesellschafter*innen, die eine Einlage in die Handelsgesellschaft leisten. Anders als bei Gesellschaften mit Haftung haften die Gesellschafter*innen einer GmbH nur mit genau diesen Einlagen. Ihr Privatvermögen bleibt gegenüber Gläubigern unberührt. Wenn du als Gesellschaftsführer*in allerdings die Obliegenheit gegenüber der Gesellschaft verletzt, so würdest du als Gesellschaftsführer*in privat haften. Außerdem haftest du auf Schadensersatz, wenn du deine Pflichten aus dem Anstellungsvertrag verletzt.

 

Wie sieht es mit der Steuerpflicht aus?

Die GmbH ist umsatzsteuerpflichtig. Außerdem muss eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung auch Körperschaftsteuer mit Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zahlen.

  • Umsatzsteuer: Die Umsatzsteuer ist eine indirekte Steuer. Das bedeutet, dass die GmbH durch ihre Preise die Umsatzsteuerpflicht auf ihre Kunden abwälzt. Die GmbH muss eine Umsatzsteuer an das Finanzamt bezahlen, durch die Preisbildung kann die GmbH diese Steuern von den Kunden verlangen.
  • Körperschaftsteuer mit Solidaritätszuschlag: Die Körperschaftsteuer ist auf 15 Prozent festgelegt. Diese 15 Prozent werden vom Gewinn erhoben und mit dem Jahresabschluss einmal im Jahr abzugeben. Vorauszahlungen werden allerdings trotzdem viermal im Jahr abgeführt. Der Solidaritätszuschlag liegt bei 5,5 Prozent und muss zusätzlich zu der Körperschaftsteuer gezahlt werden.
  • Gewerbesteuer: Je nachdem, wo der Betriebssitz deiner GmbH ist, fallen die Gewerbesteuer der Gemeinde oder Kommune an, in der dieser Sitz ist. Genau wie bei der Körperschaftsteuer wird die Gewerbesteuer nur einmal im Jahr erhoben und Vorauszahlungen abgeführt.

Wenn du allerdings als Gesellschafter*in Ausschüttungen bekommst, musst du diese ebenfalls versteuern. Diese unterliegen sowohl der Kapitalertragsteuer als auch der Einkommensteuer.

 

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