Als Immobilienbesitzer kannst du die Kosten für eine energetische Sanierung deines mindestens zehn Jahre alten Eigentums von der Steuer absetzen. Voraussetzung hierfür: Du musst die Immobilie selbst nutzen. Dann kannst du 20 Prozent der Kosten (maximal 40.000 Euro) steuerlich absetzen. Dieser Höchstbetrag gilt für jedes sanierte Objekt!

Falls du allerdings staatliche Förderung für deine Sanierung(en) nutzt (von der KfW oder dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle), dann entfällt der Steuervorteil. Du solltest also vorab gut überlegen, welcher Nutzen in deiner Situation der Größere ist: Steuerermäßigung oder staatliche Förderung. Hier einen Experten zu Rate zu ziehen, wäre sinnvoll.

Entscheidest du dich für die Steuerermäßigung, dann sprich das auf jeden Fall vorab mit dem Finanzamt ab: Nur so kannst du vor Baubeginn sicherstellen, dass du auch alle Voraussetzungen erfüllst.

Die Erstattung erhältst du dann über einen Zeitraum von drei Jahren, wenn du die Sanierungskosten in der Steuererklärung geltend machst.

 

Steuerliche Förderung

Seit Anfang dieses Jahres kannst du als Immobilieneigentümer für eine energetische Sanierung deines Hauses eine steuerliche Förderung bekommen. Das heißt: Für Wärmedämmungsmaßnahmen, einen Austausch von Fenstern oder eine neue Heizung können bei erfüllten Voraussetzungen zwanzig Prozent der Kosten vom Finanzamt zurückgeholt werden.

 

Welche Voraussetzungen sind das?

Die Förderung einer energetischen Sanierung ist in §35c des Einkommensteuergesetzes geregelt. Hiernach gilt:

 

  • Du musst deine Wohnung selbst nutzen.

Es ist hierbei gleichgültig, ob es sich um ein Haus, eine Eigentumswohnung, ein Ferienhaus oder eine Zweitwohnung handelt. Wenn andere Personen die Immobilie nutzen, ist das im Sinne des Gesetzes kein Problem, solange diese hierfür nichts zahlen. Aber schon bei einer zeitweise vermieteten Ferienwohnung entfällt der Steuervorteil. Und bei einer teilweise vermieteten Immobilie kannst du die Sanierungskosten nur anteilig für den von dir selbst genutzten Teil absetzen. Das gleiche gilt für die Kosten, wenn es Miteigentümer gibt.

  • Das Gebäude muss mindestens zehn Jahre alt sein

Diese Altersgrenze gilt für den Beginn der Sanierung – jüngere Gebäude haben keine Chance auf Steuerermäßigung. Sprich unbedingt vorab mit deinem Finanzamt, wenn das Alter deiner Immobilie nah an der Zehnjahresgrenze gilt, damit es keine Probleme gibt

  • Sanierung durch Fachunternehmen

Die Arbeiten darfst du nicht eigenhändig durchführen, wenn du vom Steuervorteil profitieren möchtest. Hierfür ist ein Fachunternehmen notwendig, und das muss auch den Vorgaben in der Energetischen Sanierungsmaßnahmen-Verordnung (ESanMV) des Bundesfinanzministeriums entsprechen. Die durchzuführenden Maßnahmen müssen zum Arbeitsbereich des Fachunternehmens gehören. Wenn du also die Heizungsanlage austauscht, darfst du nicht auch noch die Wände dämmen.

  • Sanierungsbeginn und -abschluss

Die Steuerförderung gehört zum Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung. Sie gilt nur für Maßnahmen, die zwischen dem 31.12.2019 und dem 01.01.2030 begonnen und durchgeführt werden.

  • Auch außerhalb Deutschlands gültig

Solange deine Immobilie im Europäischen Wirtschaftsraum liegt, gilt dieser Steuervorteil für dich. Zum EWR gehören alle Staaten der EU sowie Island, Norwegen und Liechtenstein. Ausgenommen sind die Schweiz und Großbritannien.

 

Welche Maßnahmen kannst du absetzen?

  • Wärmedämmung (Wände, Dachflächen, Geschossdecken)
  • Erneuern von Fenstern und Außentüren
  • Erneuern oder Einbau einer Lüftungsanlage
  • Erneuerung der Heizungsanlage oder Optimierung einer bestehenden Heizungsanlage (nicht älter als zwei Jahre)
  • Einbau von digitalen Systemen zur Betriebs- und Verbrauchsoptimierung

 

Wie bekommst du die Steuerermäßigung?

Die Steuerermäßigung bekommst du nur dann, wenn du für jedes der drei Jahre eine Steuererklärung abgibst. Die Ermäßigung mindert die Steuerschuld: Solltest du also in einem Jahr weniger Steuern zahlen, als du durch die Steuerermäßigung zurückbekommen hättest, verfällt der überschüssige Betrag und wird auch nicht ins folgende Jahr übertragen.

 

 

Zeit und Nerven sparen: Lass Deine Steuer von Experten machen!

Jetzt Steuererklärung beauftragen!

 

 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden