Was ist die Einfuhrumsatzsteuer?

Wenn du Waren aus Drittländern importierst fällt die sogenannte Einfuhrumsatzsteuer an. Sie ist mit der Umsatzsteuer vergleichbar, die bei deinem Warenverkauf oder bei der Erbringung deiner Dienstleistung im Inland oder innerhalb der Europäischen Union anfällt. Bei der Einfuhrumsatzsteuer spielt es keine Rolle, ob der Import durch dein Unternehmen oder durch dich als Privatperson erfolgt, da sie von allen abzuführen ist. Beachte, dass Einfuhrumsatzsteuern nicht zu den Mehrwertsteuern zählen, sondern zu den Verbrauchssteuern. Die Erhebung dieser Steuer erfolgt neben den anderen Verbrauchssteuern durch die deutsche Zollverwaltung. Das Finanzamt spielt für diese Steuer keine Rolle für dich. Gut zu wissen: Die Einfuhrumsatzsteuer wirst du häufig auch unter den Begriffen „Einfuhrsteuer“ oder „Einfuhrabgabe“ auffinden.

 

Warum gibt es die Einfuhrumsatzsteuer?

Der Grund ist relativ einfach. Wenn du Waren aus einem Drittland kaufst, sollen diese von der Umsatzsteuer in deinem Ursprungsland befreit sein. Folglich ist die Einfuhrsteuer der Ersatz für die Steuern im Drittland. Sie dient dir als Ausgleich, damit es keinen ungerechtfertigten steuerlichen Vorteil gibt. Die steuerliche Belastung deiner Waren erfolgt bei der Einfuhr im Zielland. Durch die Einfuhrabgabe kannst du also vermeiden, dass deine importierte Ware ohne die Umsatzsteuer an den Endverbraucher kommt und eine internationale Steuergerechtigkeit besteht.

 

Befreiung von der Einfuhrsteuer

  • Waren aus der Bundesrepublik Deutschland
  • Gegenstände in kleinen Mengen oder von geringem Wert
  • Vorübergehend ausgeführte Waren
  • Nicht umsatzpflichtige Waren wie Aktien und Wertpapiere
  • Gesetzliche Zahlungsmittel
  • Menschliche Organe
  • Särge, Urnen

 

Wie hoch ist die Einfuhrumsatzsteuer?

Die Berechnung der Einfuhrabgabe sowie deren Zahlung findest du im Umsatzsteuergesetz (UStG) geregelt. Beachte, dass für die Berechnung der Zollwert, die Bemessungsgrundlage und die Einfuhrumsatzsteuer notwendig ist. Der Zollwert besteht aus dem Warenwert inklusive der Transport- oder Versandkosten und eventuellen ausländischen Steuern. Der Zollwert plus eventuelle Zollgebühren ergeben die Bemessungsgrundlage. Der Einfuhrumsatzsteuersatz bezieht sich auf den Betrag der Bemessungsgrundlage und die Höhe des Steuersatzes richtet sich nach den Umsatzsteuersätzen der einführenden Länder. Die Höhe der Einfuhrsteuer für die Bundesrepublik Deutschland entspricht demnach dem Mehrwertsteuersatz von 19 % oder 7 % für spezielle Produkte.

 

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