Wie kann ich den Dienstwagen versteuern?

 

Bei der Dienstwagenbesteuerung kannst du zwischen zwei Methoden der Versteuerung auswählen. Entweder die Ein-Prozent-Regelung, bei der du einen festen Pauschalbetrag versteuerst, oder du entscheidest Dich für die Besteuerung vom Firmenwagen über den tatsächlichen Nutzungswert. In diesem Fall musst du ein genaues Fahrtenbuch führen.

Wenn du Deinem Arbeitgeber mitgeteilt hast, welche Dienstwagenversteuerung du möchtest, kannst du dich im Laufe des Jahres nicht mehr für eine andere Versteuerung vom Dienstwagen entscheiden. Es ist jedoch möglich, dass du mit Deinem Arbeitgeber vereinbarst, erst einmal in der Steuererklärung, beziehungsweise in der Lohnsteuerjahresabrechnung nach der Ein-Prozent-Regelung die Versteuerung deines Dienstwagens abzurechnen, um dann später selber in Deiner Steuererklärung den Firmenwagen nach den tatsächlichen Nutzungswert abzurechnen. So kannst Du die Firmenwagen-Versteuerung noch einmal günstiger gestalten. Denn dadurch erhältst du möglicherweise zu viel gezahlte Steuern wieder. Andersherum ist dieser Wechsel nach einer einmal getroffenen Entscheidung nicht mehr möglich!

Du hast die Möglichkeit, jedes Jahr wieder neu zu entscheiden, welche Versteuerung von deinem Dienstwagen du haben möchtest. Falls du innerhalb des laufenden Jahres ein anderes Firmenfahrzeug erhältst, darfst du die Art der Firmenwagen-Versteuerung auch innerhalb von diesem Jahr ändern! Eine Steuersoftware kann dir bei der Entscheidung, wie du die Steuererklärung für den Firmenwagen machen solltest, behilflich sein.

 

Wie muss ich meinen Dienstwagen versteuern, wenn ich ihn nicht privat nutze?

 

Die Versteuerung vom Dienstwagen fällt weg, wenn Dein Arbeitgeber Dir die private Benutzung von dem Dienstauto ausdrücklich verbietet. Damit sowohl Du wie auch Dein Arbeitgeber bei der Versteuerung vom Dienstwagen keine Schwierigkeiten mit dem Finanzamt bekommt, sollte Dein Arbeitgeber überwachen beziehungsweise sicherstellen, dass Du mit dem Firmenwagen auch wirklich nicht für private Zwecke fährst. Es kann ansonsten sein, dass das Finanzamt Euch unterstellt, ihr wollt durch die Angabe der rein geschäftlichen Nutzung von dem Auto nur Steuern sparen.

 

Wann lohnt sich welche Dienstwagen Versteuerung?

 

Um ganz sicher zu gehen, welche Art der Firmenwagen-Versteuerung finanziell für Dich sinnvoller ist, solltest Du beide Möglichkeiten mit Deinen Zahlen durchrechnen.

Allgemein lässt sich jedoch sagen, dass sie die Ein-Prozent-Regel für Dich eher lohnt, wenn Du auch privat häufig mit dem Dienstwagen unterwegs sein wirst. Auch wenn Du einen Neuwagen als Dienstwagen erhalten könntest, und auf diesen auch Wert legst, lohnt sich die Ein-Prozent-Regelung in der Regel. Je teurer der Dienstwagen und je weiter Deine Arbeitsweg ist, desto eher macht diese Versteuerung vom Firmenwagen Sinn.

Wenn Du privat jedoch auch mit einem günstigen Gebrauchtwagen zufrieden bist oder zum großen Teil mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad unterwegs bist, lohnt sich für Dich der Firmenwagen versteuern meistens eher mit der Fahrtenbuchabrechnung.

Übrigens: Bei beiden Formen der Firmenwagen-Versteuerung entfällt der jeweilige geldwerter Vorteil, wenn Du auf Grund von einem gesundheitlichen Fahrverbot, etwa nach einem Unfall, das Dienstauto nicht nutzen kannst! Deinen Firmenwagen versteuern musst Du in diesem Zeitraum dann also nicht.

 

Wie gebe ich den Dienstwagen in der Steuererklärung an?

 

Die Angabe des Firmenwagens in der Steuererklärung ist ziemlich kompliziert. Du hast mit Deinem Arbeitgeber bereits festgehalten, nach welcher Regelung Du den Firmenwagen versteuern willst. Diese Vereinbarung kannst Du auch in der jährlichen Lohnsteuerabrechnung von Deinem Arbeitgeber wiederfinden.

In der Steuererklärung trägst Du dann den geldwerten Vorteil in die Anlage N ein. Der geldwerte Vorteil vom Firmenwagen gehört in die Spalte „Steuerpflichtiger Arbeitslohn, von dem kein Lohnsteuer Abzug vorgenommen worden ist“.

Außerdem kannst Du seit dem Jahr 2017 die Zuzahlungen steuerlich absetzen. Wenn Du Dich für die Versteuerung mit Hilfe vom Fahrtenbuch und dem tatsächlichen Nutzungswert entscheidest, dann darfst Du allerdings zusätzlich keine Werbungskosten absetzen. Aber die Höhe von Deinem geldwerten Vorteil kann gesenkt werden. Über diesen geldwerten Vorteil hinausgehend dürfen allerdings keine Werbungskosten abgesetzt werden. Auch die Werbungskosten trägst Du in die Anlage N ein.

 

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