Ein Fahrrad ist noch lange kein Auto. Trotzdem hat der Gesetzgeber seit 2012 die beiden Fortbewegungsvehikel zumindest steuerlich gleichgesetzt. Denn seit einigen Jahren können Arbeitnehmer ihr Dienstfahrrad steuerlich absetzen. Wie das funktioniert, erfährst Du in diesem Artikel!

 

Dienstfahrrad VS Dienstwagen?

Der Fiskus räumt dem Fahrrad sogar einen Vorteil ein: den Anfahrtsweg zur Arbeit mit dem Fahrrad musst Du im Gegensatz zur gleichen Strecke mit dem Dienstwagen nicht versteuern. Der Anfahrtsweg mit dem Dienstwagen kostet hingegen 0,03 % pro Kilometer von der Wohnung bis zum Arbeitsplatz. Nur Fahrer von E-Bikes und S-Pedelecs, die schneller als 25 km/h fahren können, müssen den Weg zur Arbeit wie beim Dienstwagen versteuern.

 

Über die Entfernungspauschale das Dienstfahrrad steuerlich absetzen

Du kannst über die so genannte Entfernungspauschale in der Steuererklärung Dein Dienstfahrrad steuerlich absetzen. Dabei machst Du für jeden Kilometer von Deiner Wohnung bis zur Arbeitsstätte eine Pauschale von 30 Cent pro Arbeitstag geltend. Die Summe setzt Du in Deiner Steuererklärung als so genannte Werbungskosten an. Die Entfernungspauschale kannst Du übrigens auch dann ansetzen, wenn Du mit Deinem privaten Fahrrad zur Arbeit fährst.

 

Das Dienstfahrrad – ein Vorteil für alle Beteiligten

Sowohl Arbeitgeber*innen als auch Arbeitnehmer*innen profitieren bei der Anschaffung von Diensträdern. Denn Arbeitgeber*innen können das Dienstfahrrad als Barlohnumwandlung einsetzen und so Arbeitgeberbeiträge für die Steuer und Sozialversicherung einsparen. Bei der Barlohnumwandlung behält das Unternehmen die Raten für das Leasing und die Versicherungsbeiträge vom Lohn des/der Angestellten ein. Das hat nicht nur den Effekt, dass das Unternehmen seine Lohnnebenkosten senkt. Auch du als Arbeitnehmer*in profitierst, indem du dein Dienstfahrrad steuerlich absetzen kann.

 

Dienstfahrrad steuerlich absetzen – die Details

Um den Mitarbeitern ein Dienstfahrrad zur Verfügung zu stellen, schließt die Firma einen Leasingvertrag über einen festgesetzten Zeitraum. Du als Mitarbeiter*in kannst das Leasingrad nach der Vertragslaufzeit übernehmen. Hierfür musst du einen prozentualen Anteil am Restwert bezahlen. Der Arbeitgeber*in bezahlt die monatliche Leasingrate und den Versicherungsbeitrag. Beide Posten kann er/sie über seine Betriebsausgaben steuerlich geltend machen. Das Unternehmen vereinbart eine Barlohnumwandlung. Diese besagt, dass du als Mitarbeiter einen monatlichen Sachlohn erhältst. Die Höhe deines Sachlohns zieht das Unternehmen zusammen mit dem geldwerten Vorteil in Höhe von einem Prozent des Kaufpreises vom Bruttogehalt des/der Mitarbeiters*in ab. Das führt dazu, dass die Berechnungsgrundlage für die Steuer und Sozialabgaben absinkt. Sowohl das Unternehmen als auch du als Arbeitnehmer*in bezahlen lediglich die Steuer und die Sozialabgaben auf der Grundlage eines reduzierten Gehalts. Beide führen dabei eine geringere Steuer und Soziallast ab und profitieren von der Steuereinsparung.

 

Steuerfreiheit zwischen 2019 und 2021 – Wie kann man das Fahrrad von der Steuer absetzen?

Neben den Möglichkeiten, wie Arbeitgeber*innen und Mitarbeiter*innen das dienstliche Fahrrad von der Steuer absetzen können, wurden neue Regelungen eingeführt, durch die auch die Besteuerung des geldwerten Vorteils entfällt. Unter bestimmten Voraussetzungen verzichtet der Fiskus darauf, den geldwerten Vorteil, der durch die Nutzung eines Dienstfahrrads entsteht, zu besteuern.

Die Steuerbefreiung des geldwerten Vorteils gilt unter zwei Voraussetzungen:

  • Dienstfahrrad steht zusätzlich zum Gehalt zur Verfügung
  • Zeitraum zwischen Jahresbeginn 2019 und Jahresende 2021

Wenn du als Arbeitnehmer von deinem Betrieb zusätzlich zum Lohn ein Dienstfahrrad erhältst, das du auch nach Dienstschluss für private Fahrten nutzt, musst du den geldwerten Vorteil nicht versteuern, wenn dir das Fahrrad zwischen dem 1. Januar 2019 und 31. Dezember 2021 zur Verfügung steht.

 

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