Obwohl Arbeitslosengeld steuerfrei ist, musst du es in deine Steuererklärung eintragen. Hier erfährst du, warum und welche Kosten du in dieser Zeit absetzen kannst.

 

Wann muss ich eine Steuererklärung abgeben?

Vor allem die Lohnersatzleistungen Arbeitslosengeld I und Kurzarbeitergeld wurden in den letzten Monaten durch die Corona-Pandemie vermehrt gezahlt. Dadurch werden deutlich mehr Menschen zu einer Steuererklärung verpflichtet sein. Im Artikel „Kurzarbeit und Steuern – Was muss ich beachten, wenn ich Kurzarbeitergeld erhalten habe“ erfährst du mehr dazu.

Vom Arbeitslosengeld selbst wird keine Steuer abgezogen – es ist also steuerfrei. Trotzdem musst du es in der Regel in deine Steuererklärung eintragen und selbst dann eine Steuererklärung abgeben, wenn du das ganze Jahr ausschließlich Arbeitslosengeld bezogen hast. Sind deine jährlichen Einnahmen aus Lohnersatzleistungen größer als 410 EUR, ist eine Steuererklärung Pflicht.

Lohnersatzleistungen:

  • Arbeitslosengeld 1
  • Elterngeld
  • Krankengeld
  • Insolvenzgeld
  • Kurzarbeitergeld

 

Warum muss man das eintragen?

Das steuerfreie Arbeitslosengeld 1 unterliegt dem Progressionsvorbehalt. Dadurch erhöht sich der Steuersatz für dein zu versteuerndes Einkommen. Anders ausgedrückt: Das Finanzamt betrachtet Lohnersatzleistungen als Steigerung deiner finanziellen Kraft und setzt für dein restliches zu versteuerndes Einkommen einen höheren Steuersatz an.

 

Steuersatz bei Ehegattensplitting

Bei gemeinsamer Veranlagung mit deinem Ehepartner wird der Bezug deiner steuerfreien Leistung seinem Einkommen zugerechnet. Das kann aufgrund des Progressionsvorbehalts zu einem höheren Steuersatz und eventuellen Steuernachforderungen führen. Da die gemeinsame Veranlagung insgesamt Vorteile hat, ist die Entscheidung für das Splitting in manchen Fällen dennoch günstig.

 

Abzüge bei Hartz 4 durch Steuererstattungen

Erhältst du Hartz IV und bekommst eine Steuererstattung vom Finanzamt, wird dir diese angerechnet auf die Bezüge. Laut § 11 SGB II zählt alles, was du zusätzlich zu den Lohnersatzleistungen beziehst, als Einkommen. So auch eine Steuererstattung. Mit dem Urteil vom 16.12.2008 vom Bundessozialgericht gilt die Anrechnung der Steuererstattung auf die Bezüge als zulässig.

 

Steuern sparen durch Werbungskosten

Während der Arbeitslosigkeit entstehen dir Kosten für Bewerbungen und eventuell Weiterbildungen. Diese kannst du in die Steuererklärung eintragen und absetzen.

 

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