AfA ist eine Abkürzung für „Absetzung für Abnutzung“ und wird umgangssprachlich auch Abschreibung genannt. Als AfA wird steuerrechtlich die Wertminderung von Anlagevermögen bezeichnet.

 

Wie funktioniert die Absetzung für Abnutzung?

Du kannst die Anschaffungskosten eines beruflich genutzten Gegenstands nicht sofort steuerlich abziehen. Die Kosten müssen über dessen Lebensdauer verteilt werden. Es wird jährlich ein Teil der Kosten steuerlich berücksichtigt. Das entspricht dem ratierlichen Wertverzehr oder auch Abschreibungsbetrag genannt. Auf diesem Wege wird ein Gegenstand „abgeschrieben“.

 

Arten der Absetzung für Abnutzung

Die AfA richtet sich grundsätzlich nach zwei Faktoren:

  • Höhe der Anschaffungs- und Herstellungskosten
  • Der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer

Du kannst zwischen folgenden Abschreibungsmethoden unterscheiden:

  • Abschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG-Abschreibung): Wenn du Wirtschaftsgüter mit niedrigen Anschaffungskosten oder Herstellungskosten kaufst, dann können diese sofort im Jahr der Anschaffung abgeschrieben werden
  • Lineare Abschreibung: Das Wirtschaftsgut wird in gleichbleibenden Jahresbeträgen abgeschrieben
  • Außergewöhnliche Abschreibung: Erfolgt, wenn außergewöhnliche Abnutzung von beweglichen und unbeweglichen Wirtschaftsgütern vorliegt
  • Degressive Abschreibung: Das Wirtschaftsgut wird in fallenden Jahresbeträgen abgeschrieben. Die degressive Abschreibung war bereits abgeschafft, kam jedoch in Folge des zweiten Corona-Steuerhilfegesetzes wieder

 

 

Was zählt zu den abnutzbaren Wirtschaftsgütern?

Um eine Abschreibung durchzuführen, muss dein Wirtschaftsgut sich selbstverständlich abnutzen. Mit anderen Worten heißt das, dass durch Gebrauch oder Zeitablauf das Wirtschaftsgut an Wert verliert. Die Nutzungsdauer muss außerdem mehr als ein Jahr betragen.

  • Abschreibung für abnutzbare, unbewegliche, materielle Wirtschaftsgüter: Wie Gebäude oder selbstständige Gebäudeteile. Beachte aber, dass für Gebäude eine eigene Vorschrift vorliegt. Außerdem müssen Grund und Boden im Anlageverzeichnis getrennt vom darauf stehenden Gebäude ausgewiesen werden.
  • Abschreibung für abnutzbare, bewegliche, materielle Wirtschaftsgüter: Wie Fahrzeuge, Maschinen, EDV-Anlagen, Geschäftsausstattung etc. Auch solche Wirtschaftsgüter wie fest mit dem Boden verbundene Anlagen könntest du abschreiben.
  • Abschreibung für abnutzbare immaterielle Wirtschaftsgüter: Das sind nicht körperliche Gegenstände in Form von Werten oder Rechten. Darunter kannst du dir Urheberrechte, Optionsrechte, Lizenzen, Software, Patente, Markenzeichen usw. vorstellen. Du darfst die immateriellen Wirtschaftsgüter nur dann abschreiben, wenn du diese käuflich erworben hast und der Wert dieser Güter im Lauf der Zeit tatsächlich abnimmt.

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