Übungsleiterpauschale bei gemeinützigem Engagement

Von vielen Menschen wird die gemeinnützige Arbeit nicht als Belastung, sondern als Erfüllung empfunden und für sich selbst als eine belohnende Tätigkeit. Oft wird durch die Zusammenarbeit mit anderen Menschen auch ein sozialer Anschluss gefunden. Die Umsetzung der eigenen Ideen hat für die Meisten einen hohen Stellenwert. Aus diesen Gründen engagieren sich viele Menschen als Übungsleiter. Übungsleiter sind beispielsweise die Trainer in einem Sportverein oder Kursleiter in einer Volkshochschule. Aber auch Ausbilder bei der freiwilligen Feuerwehr können als Übungsleiter tätig sein.

Grundsätzlich können #Übungsleiter rund 2.400 EUR im Jahr verdienen. Bis zu diesem Betrag werden weder #Steuern, noch andere #Sozialabgaben fällig. Dies ist im § 3 Nr. 26 EStG gesetzlich geregelt.

Die Geltendmachung einer Übungsleiterpauschale ist jedoch an einige Voraussetzungen geknüpft. Es muss sich bei der Tätigkeit nämlich um eine nebenberufliche Tätigkeit handeln und einen gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zweck haben. Außerdem darf die Tätigkeit nicht mehr als ein Drittel der Vollzeittätigkeit ausmachen. Dabei ist zu beachten, dass ein Drittel nicht auf die einzelne Woche bezogen ist, sondern auf das Kalenderjahr. Aus diesem Grund könnte die nebenberufliche Tätigkeit auch kurzfristig als eine Vollzeittätigkeit ausgeübt werden.

Zu beachten ist weiterhin, dass in dem Betrag von 2.400,00 EUR alle Vergütungen und Aufwandsentschädigungen inbegriffen sein müssen. Werden Einkünfte über diesen Betrag hinaus erzielt, so werden diese mit dem individuellen #Steuersatz versteuert. Ebenso darf die Ehrenamtspauschale neben der Übungsleiterpauschale nicht mehr in Anspruch genommen werden.

Interessant zu wissen ist, welche Tätigkeiten unter eine gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Tätigkeit fallen. Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht Tobias Gussmann hat folgende Ausführungen für die Steuerpflichtigen, die an einer Tätigkeit als Übungsleiter interessiert wären, zur Verfügung gestellt:

  • Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen fällt in den Bereich der Tätigkeiten mit einem gemeinnützigen Zweck. Diese Tätigkeiten können beispielsweise in ambulanten Pflegediensten, in Krankenhäusern oder in Alten- und Pflegeheimen verrichtet werden.
  • Erzieherische Tätigkeiten in Kindergärten, Jugendgruppen, Kinderheimen oder als Betreuer bei Ferienmaßnahmen fallen ebenfalls in den Bereich der begünstigten Tätigkeiten.
  • Tätigkeiten als Übungsleiter oder Ausbilder, beispielsweise bei einem Fußballverein
  • Hilfestellung bei häuslichen Verrichtungen wie Putzen, Waschen oder Kochen.

 

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