Fiskus überprüft Steuerhinterziehung bei Airbnb-Vermietern

Gemäß § 21 EStG gehören die Mieten zu den Einkünften aus #Vermietung und Verpachtung und sind dementsprechend zu versteuern. Sowohl die Kaltmiete als auch die Nebenkosten, die der Mieter überweist zählen als Einnahmen. Im Gegenzug dafür dürfen alle Ausgaben als Aufwendungen von den Einnahmen abgezogen werden. Dazu gehören insbesondere die Grundsteuer sowie die Nebenkosten. Diese können nicht auf den Mieter umgelegt werden.

Laut „WirtschaftsWoche“ wollen die #Finanzbehörden tausende #Airbnb-Vermieter auf mögliche Steuerhinterziehung überprüfen. #Airbnb wurde im Jahr 2008 im kalifornischen Silicon Valley gegründet und ist ein Community-Marktplatz für Buchung und Vermietung von Unterkünften. Sowohl Privatpersonen als auch gewerbliche Vermieter können ihr „Zuhause“ unter Vermittlung des Unternehmens, vermieten. Nach eigenen Angaben werden derzeit mehr als zehn Millionen Übernachtungen über Airbnb gebucht.

Eine Anfrage bezüglich der Überprüfung der Steuerangelegenheit wurde nach Dublin, wo das Portal seinen Europa-Sitz hat, von dem Hamburger Finanzsenat bereits verschickt. Die deutschen Finanzbehörden wollen insbesondere überprüfen, ob die Airbnb-Vermittler in ihren Steuererklärungen die Einkünfte aus der Vermietung angegeben haben. Das Bundesfinanzministerium sowie der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft signalisieren weitreichende Unterstützung gegen illegale #Ferienwohnungsvermieter.

Sobald feststeht, dass die Vermieter die Mieteinkünfte in der Steuererklärung nicht angegeben haben, werden die Steuernachzahlungen für die vergangenen zehn Jahre sowie sechs Prozent Verzugszins pro Jahr fällig. Außerdem drohen Strafbescheide und Ordnungsgeld wegen illegaler Vermietung.

Das Finanzamt in Hamburg prüft bereits, wie die Fälle der Steuerhinterziehung systematisch ermittelt werden können. Jedoch liegen im Moment keine näheren Angaben vor. Es sind aber bereits erste Hinweise auf mögliche #Steuerhinterziehung vorhanden. Insbesondere in Hessen fiel den #Finanzbehörden die Angelegenheit durch „einzelne Anzeigen“ gelegentlich auf.

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